Kosten-Transparenz

Wie Outsourcing die Rolle der IT stärkt

15.06.2010 von Christiane Pütter
Durch Auslagern verschaffen sich CIOs Einblick in Kosten und Leistungen. Damit können sie sich dem Business gegenüber als Partner positionieren. Das behauptet zumindest der Berater Lünendonk.

Von allen Querschnittsfunktionen im Unternehmen akzeptiert das Management die IT am stärksten als Business Partner. Zu weiteren Funktionen zählen Personal, Finanzen/Controlling, Einkauf, Logistik, Facility Management und Allgmeine Verwaltung. Diese Position hat sie durch Outsourcing gewonnen. Das geht aus der Studie "Wertbeitrag durch strategische externe Dienstleister für IT- und Personalaufgaben" des Beraters Lünendonk aus Kaufbeuren hervor. Teilgenommen haben 113 Geschäftsführer, Vorstände, Bereichsleiter und Chief Financial Officer (CFO).

These des Beraters: Wer auslagert, bekommt einen Überblick über Kosten und Leistungen und kann diese besser darstellen. Diese Transparenz kann der internen Positionierung dienen. CIOs profitieren davon, dass sie viel nach draußen geben.

In Zahlen stellt sich das wie folgt dar: Auf einer Skala von eins (Funktion ist ein Business Partner) bis fünf (Funktion ist eine reine Verwaltungskostenstelle) erhält die IT mit einem Mittelwert von 2,78 die beste Bewertung. Es folgen Personal (3,19), Finanzen/Controlling (3,30), Einkauf (3,39), Logistik (3,40), Facility Management (3,49) und Allgemeine Verwaltung (3,72).

Laut der Studie arbeitet nur eine Minderheit von sieben Prozent der Unternehmen überhaupt nicht mit externen IT-Dienstleistern zusammen. 28 Prozent dagegen lagern mehr als die Hälfte der IT-Aufgaben aus. Vor allem große Unternehmen ab 1.000 Mitarbeitern sourcen viel aus.

Outsourcing von SAP, Infrastruktur und Desktop

Typischerweise werden SAP-Services, Infrastruktur-Services und Desktop-Services ausgelagert. Auch die sogenannten IMAC-Aufgaben (Installation, Move, Add, Change) übernehmen häufig Dienstleister.

38 Prozent der befragten Business-Manager erklären, die Arbeit mit externen IT-Dienstleistern habe die Kosteneffizienz gesteigert. Weitere 31 Prozent geben an, das sei "teilweise" der Fall. Andererseits erklärt aber fast jeder Dritte (31 Prozent), in punkto Kosteneffizienz habe IT-Outsourcing nichts oder eher nichts gebracht. Dennoch zeigt sich eine Mehrheit von 64 Prozent mit den Leistungen des IT-Dienstleisters zufrieden bis sehr zufrieden.

44 Prozent der großen Unternehmen erklären denn auch, in den kommenden zwei Jahren stärker auslagern zu wollen als derzeit. 18 Prozent verkünden das Gegenteil. Von den kleineren Firmen wollen 37 Prozent das IT-Outsourcing ausbauen. Elf Prozent werden es herunterschrauben.