Motivation der Mitarbeiter

Womit Angestellte angespornt werden können

12.06.2013 von Andrea König
Werden Arbeitnehmer gefragt, was sie zu zusätzlichen Leistungen im Job anspornt, nennen sie am häufigsten den Wunsch nach einem Bonus. Doch neben Materiellem hat auch das Verlangen nach mehr Flexibilität und Eigenverantwortung einen hohen Stellenwert.
Geld funktioniert in Sachen Mitarbeiter-Motivation am besten. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Personalberatung von Rundstedt.
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Das beliebteste Mittel, um Angestellte zu zusätzlichen Leistungen im Job anzuspornen, ist ein Bonus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage der Personalberatung von Rundstedt, an der 732 Beschäftigte teilnahmen. Doch die Befragten sind nicht nur auf Materielles aus: Direkt hinter dem Bonus folgt als zweithäufigste Nennung die eigenverantwortliche Arbeitsplanung (19 Prozent). Platz drei teilen sich eine Beteiligung am Unternehmen sowie extra Urlaubstage (jeweils zwölf Prozent).

Die Ergebnisse zeigen, dass den Befragten nach wie vor viel an materiellen Privilegien liegt. Doch gleichzeitig verdeutlichen sie auch den hohen Stellenwert von Flexibilität, Freizeitausgleich und Eigenverantwortung. Für neun Prozent der Umfrageteilnehmer wäre es ein zusätzlicher Leistungsanreiz, wenn sie sich ihre Projekte und Tätigkeiten weitgehend selbst aussuchen dürften.

Die größten Leistungsanreize im Job
Umfrage
Die Personalberatung von Rundstedt hat 732 Beschäftigte nach ihren Top-Leistungsanreizen im Job gefragt.
Platz 1: Boni
Jeder vierte Angestellte würde sich durch einen Bonus zu mehr Leistung anspornen lassen.
Platz 2: eigenverantwortliche Arbeitsplanung
Direkt hinter dem Bonus folgt als zweithäufigste Nennung die eigenverantwortliche Arbeitsplanung (19 Prozent).
Platz 3: Beteiligung am Unternehmen
Auf Platz drei liegt der Wunsch nach einer Unternehmensbeteiligung (zwölf Prozent).
Platz 4: extra Urlaubstage
Ebenso auf Platz drei liegt der Wunsch nach mehr Urlaubstagen (zwölf Prozent).
Platz 5: Möglichkeit, sich Projekte weitgehend selbst auszusuchen
Für neun Prozent der Umfrageteilnehmer wäre es ein zusätzlicher Leistungsanreiz, wenn sie sich ihre Projekte und Tätigkeiten weitgehend selbst aussuchen dürften.
Platz 6: Dienstwagen
Erst danach, auf Rang sechs, folgt mit dem Wunsch nach einem Dienstwagen ein Statussymbol in der Rangliste (sieben Prozent).
Platz 8: Weiterbildungen und Coachings
Vier Prozent der Befragten würden Weiterbildungen beziehungsweise Coachings zu mehr Leistung anspornen.
Platz 9: eigenes Büro
Vier Prozent der Umfrageteilnehmer bezeichnen ein eigenes Büro als Anreiz für zusätzliche Leistungen.
Platz 7: Auszeit
Fünf Prozent der Befragten bezeichnen Auszeiten und Sabbaticals als Motivatoren.

Statussymbole wie Dienstwagen abgeschlagen

Erst danach, auf Rang sechs, folgt mit dem Wunsch nach einem Dienstwagen ein Statussymbol in der Rangliste (sieben Prozent). Fünf Prozent der Befragten bezeichnen Auszeiten und Sabbaticals als Motivator, vier Prozent Weiterbildungen beziehungsweise Coachings. Ebenso viele Umfrageteilnehmer nennen ein eigenes Büro als Anreiz für zusätzliche Leistungen. Den letzten Rang belegt der Wunsch nach einem Laptop, Tablet oder Smartphone (drei Prozent).

Die Unterscheidung nach Geschlechtern zeigt, dass Männer und Frauen die Leistungsanreize unterschiedlich gewichten. So ist laut den Umfrageergebnissen Männern zum Beispiel eine Unternehmensbeteiligung wichtiger als Frauen: Dieses Privileg wählten 15 Prozent der Männer und nur acht Prozent der Frauen auf Platz eins. Umgekehrt verhält es sich bei dem Wunsch nach einer flexiblen und eigenverantwortlichen Arbeitsplanung. Er steht bei 23 Prozent der Frauen und 15 Prozent der Männer ganz oben auf der Wunschliste.

Individuell auf Talente eingehen

Die zehn Leistungsanreize zeigen, wie unterschiedlich die Wünsche von Arbeitnehmern ausfallen. Jedes Talent empfinde je nach persönlichen Bedürfnissen und der aktuellen Lebensphase Privilegien unterschiedlich, heißt es in der Auswertung der Umfrageergebnisse. "Entsprechend sollten sich Arbeitgeber ganz genau für ihre Talente interessieren. Befindet sich derjenige in Familienplanung? Besteht bereits Elternschaft? Muss zuhause ein Angehöriger gepflegt werden?" empfiehlt die geschäftsführende Gesellschafterin Sophia von Rundstedt. Auf solche Lebensphasen gezielt einzugehen, trage maßgeblich dazu bei, Talente langfristig an sich zu binden. (tö)

Dieser Artikel basiert auf einem Beitrag unserer Schwesterpublikation CIO.
Autorin: Andrea König