Bessere Einarbeitung

Xing coacht Führungskräfte

24.08.2012
Die Xing AG ist in zehn Jahren auf rund 490 Mitarbeiter gewachsen. Damit sich die organisatorischen Strukturen mitentwickeln, definierten die Personalverantwortlichen interne Prozesse und setzten ein Führungskräfteprogramm auf.

Wie kann man neue Führungskräfte besser einarbeiten und konstant fördern? Diese Frage stellten sich die Personalverantwortlichen des Business-Netzwerkes Xing vor einem Jahr. "Wir sind überzeugt, dass die Qualität unserer Führungskräfte entscheidend für den Erfolg von Xing ist. Es war klar, dass wir jetzt anders und individueller vorgehen müssen als bisher", sagt Maren Rath, Manager Human Resources bei Xing.

Trainer Björn Schneider, oose: "Die Einzeltrainings werden sehr gut angenommen, da man noch mehr in die Tiefe gehen kann."

Darum entwickelte das Personalteam mit dem Hamburger Beratungshaus oose Innovative Informatik ein Programm für neue Führungskräfte und Mitarbeiter, die zum Teamleiter befördert wurden. Künftig erfahren die neuen Manager alles Wissenswerte über Führungskultur und interne Prozesse in einem Coaching. Auch die 30 Führungskräfte, die schon im Unternehmen sind, hatten großen Einfluss auf das Programm und konnten sich selbst coachen lassen.

Aus den Trainings ergab sich ein zusätzlicher Bedarf für Einzelcoachings und Teambildungsmaßnahmen. Laut Personal-Managerin Rath können künftig alle Führungskräfte offene Fragen mit einem Coach klären. "Die Einzeltermine werden sehr gut angenommen", sagt Björn Schneider, Trainer oose Innovative Informatik. "Man geht losgelöst von der Gruppe noch mehr in die Tiefe und bespricht konkrete Fälle."

Coaching mit Rollenspielen

Nach einem Workshop mit den Führungskräften erarbeiteten Personaler und Trainer einen Coaching-Leitfaden, der alle wichtigen internen Prozesse definiert und zusammenfasst. "Dies erleichtert und verkürzt die Einarbeitungszeit", sagt Personalerin Rath. "Die neuen Führungskräfte können sich so schneller ihrem Team widmen." Das Coaching selbst fand in kleinen Gruppen mit zwei bis vier Teilnehmern statt, einem Kennenlerntag mit dem Coach schlossen sich je drei bis vier Stunden Training an drei Tagen an. Die teilnehmer beschäftigten sich mit den Themen "Führung" und "Kommunikation", ein festes Programm gab es nicht. "Dies hat uns den Freiraum gelassen, um die Situation der Führungskräfte zu diskutieren und auch in Rollenspielen zu erarbeiten", so Schneider von oose Innovative Informatik. In seinen Augen ist Xing damit einen Weg gegangen, der noch nicht in vielen Unternehmen anzutreffen ist: "Die meisten arbeiten mit klassischen Trainings, die schnell verpuffen."

Xing-Personalfrau Rath hat die Mitarbeiter zum neuen Coaching zwar noch nicht befragt, spürt aber bereits eine Verbesserung. Führungsfragen würden innerhalb der gleichen Führungsebene schneller geklärt. Der effiziente Austausch unter den Führungskräften schaffe ein gemeinsames Verständnis und stärke die Führungskräftekultur. (Computerwoche)