Zulassung für elektronische Gesundheitskarte

23.11.2006
Cisco und der eHealth-Spezialist InterComponentWare AG (ICW) haben ihren gemeinsam entwickelten Konnektor zur Zulassung bei der Gematik eingereicht. Das ist eine wesentliche Voraussetzung für den Einsatz der Lösung in offiziellen Testregionen für die elektronische Gesundheitskarte.

Der zur Zulassung eingereichte Healthcare Router vereint einen Netz-Konnektor und einen so genannten Anwendungs-Konnektor in einem Gehäuse: Dabei stellt der Netz-Konnektor eine sichere Verbindung zwischen dem lokalen Netzwerk der Arztpraxis bzw. Apotheke und dem Gesundheitsnetz der elektronischen Gesundheitskarte her. Der Anwendungs-Konnektor steuert im Arzt- bzw. Apotheken-Netz den Informationsfluss zwischen den angeschlossenen Kartenlesegeräten, der vorhandenen Praxis- bzw. Apotheken-Software und dem Gesundheitsnetz. Auf diese Weise vereinen sich im Healthcare Router die Kompetenzen von Cisco als weltweit führendem Anbieter von Routing- und Netzwerksicherheits-Lösungen und des eHealth-Spezialisten ICW, der seit seiner Gründung 1998 Lösungen für den sicheren Informationsaustausch im Gesundheitswesen entwickelt und vertreibt.

Da der Healthcare Router auf einem bewährten Cisco Integrated Services Router (ISR) aufbaut – und nicht wie andere Konnektoren auf einer PC-basierten Sonderlösung –, lässt er sich effizienter verwalten als proprietäre Entwicklungen: Die zu Grunde liegende ISR-Technologie ist bei Netzwerkbetreibern bekannt und geschätzt, so dass bei seinem Einsatz kein hoher Schulungsaufwand entsteht.

Auf dem Healthcare Router ist schon bei der Auslieferung die „ICW Healthcare Connector Application“ (ICW HCCA) installiert, die auf unterschiedlichen Hardware-Plattformen lauffähig ist. Sie stellt die für den Konnektor benötigten Anwendungen inklusive der geforderten Signaturkomponenten bereit. Da die ICW für die HCCA ein Software Development Kit entwickelt hat, können existierende Arzt- oder Apotheker-Systeme schnell und einfach für die elektronische Gesundheitskarte bereit gemacht werden. So kann der Arzt oder Apotheker auch nach der Einführung der Gesundheitskarte weitestgehend wie gewohnt mit seiner vorhandenen Software arbeiten.