Xing-Profil verbessern

5 Tipps fürs Profil in Karriere-Netzwerken

14.12.2018 von Andrea König
Wer bei Xing vertreten ist, sollte den Link in seine Bewerbungsunterlagen aufnehmen. Das Profil solle aber nicht überfrachtet werden.
Das Xing-Profil muss regelmäßig gepflegt werden.
Foto: Xing AG

Allein das deutsche Online-Karrierenetzwerk Xing hat mehr als elf Millionen Mitglieder. Die Mitgliedschaft in sozialen Netzwerken ist für viele Pflicht - weil sie sich auf den Plattformen mit anderen vernetzen möchten, für Personaler präsent sein wollen oder einfach nur, um dabei zu sein.

Doch wer sich einmal registriert, muss darauf achten, das persönliche Profil aktuell zu halten. Denn wenn ein Personaler oder Headhunter eine schicke E-Mail-Bewerbung bekommt und sie mit den Online-Einträgen vergleicht, sollten diese Selbstdarstellungen zusammenpassen. Da wäre es peinlich, wenn im Xing-Profil zum Beispiel der aktuelle Arbeitgeber oder Job-Titel noch gar nicht eingetragen sind. Auf Mashable.com hat Gerrit Hall, der CEO vom Lebenslauf-Spezialisten RezScore, Empfehlungen für den Lebenslauf in sozialen Netzwerken ausgesprochen.

Erstens: Hall empfiehlt in seinem Beitrag auf Mashable.com, den Lebenslauf ganz gezielt mit dem Auftritt in sozialen Netzwerken zu verlinken. Er will wissen, dass heute bereits knapp elf Prozent der Bewerbungen einen Link zum persönlichen Auftritt in sozialen Netzwerken beinhalten. Konkret heißt das, dass man in der Bewerbung zum Beispiel den Link zum Xing-Profil mit aufnimmt. "Umso transparenter sie sich potenziellen Arbeitgebern präsentieren, umso eher werden diese sie mit einem guten Gefühl einstellen", glaubt Hall.

Jeden Monat aktualisieren

Zweitens: Damit der oben erwähnte Fehler der unterschiedlichen Darstellungen nicht vorkommt, rät Hall Folgendes: Man sollte für sich selbst eine Liste mit allen Online-Portalen führen, auf denen man mit einem Profil vertreten ist. Um die Profile aktuell zu halten, trägt man sich dann einfach einen monatlich wiederkehrenden Termin in den Kalender ein, der einen daran erinnert, die Profile aktuell zu halten. Gibt es Veränderungen, trägt man sie zu diesem Termin ein.

Drittens: Der Lebenslauf und die Darstellung in sozialen Netzwerken sollen sich zwar nicht unterscheiden, aber identisch sollten sie auch nicht sein. Auf keinen Fall sollte man in ein Profil auf einer Online-Plattform den kompletten Lebenslauf in das "Über mich"-Feld kopieren. Stattdessen wählt man zu den einzelnen Karrierestationen knackige Beschreibungen aus.

Wer das Profil liest, sollte einen guten Überblick über die Karrierestationen erhalten, aber nicht mit Infos überfrachtet werden, empfiehlt Hall in seinem Beitrag auf Mashable.com. Das Karriereportal Monster wies kürzlich in einer Untersuchung noch auf Folgendes hin: Vor allem wenn das Profil bei Xing und Co. öffentlich für den jetzigen Arbeitgeber einsehbar oder man mit dem Chef vernetzt ist, sollte man auf keinen Fall zu offensichtlich die Botschaft senden, dass man gerade nach einem neuen Job sucht.

Die richtigen Keywords auswählen

Viertens: Beim Online-Profil in sozialen Netzwerken kommt es auch auf die richtigen Keywords an. Arbeitgeber und Headhunter benutzen für die Kandidatensuche Google und spezielle Tracking-Systeme, so Hall. Ein Gefühl für die wichtigsten Keywords bekommt man mit passenden Stellenanzeigen oder auch auf den Profilen von Kollegen, die sich in sozialen Netzwerken erfolgreich präsentieren.

Fünftens: In den Kommentaren zum Beitrag auf Mashable.com rät ein Leser zur Interaktion mit interessanten Personalern auf sozialen Netzwerken. Ist man an einem Arbeitgeber oder einer bestimmten Position besonders interessiert, könnte man auf Linkedin und Xing den zuständigen Personaler ausfindig machen und zum Beispiel einer Gruppe betreten, in der der Personaler selbst Mitglied ist. Sind beide auf Twitter aktiv, könnte man dem Personaler dort folgen, schlägt der Leser in seinem Kommentar vor.

Tipp: Wissenswertes über Xing lesen Sie auf unserer Xing-Ratgeber-Seite.