Smartwatch offiziell vorgestellt

Alle Geheimnisse um Apples Watch gelüftet

10.03.2015 von Christian Vilsbeck
Apple hat alle Geheimnisse um die Watch gelüftet. Ab dem 24. April ist die Smartwatch zu Preisen ab 399 Euro in Deutschland erhältlich. Die teuerste Variante Watch Edition in 18 Karat Gold beginnt bei 11.000 Euro.

Man wolle unvergessliche Produkte mit besonders einfacher Handhabung machen; und muss nicht unbedingt der Erste sein. Mit dieser zum iPod analogen Strategie geht Apple am 24. April mit seiner ersten Smartwatch in den Verkauf. Das herausragende Feature der Apple Watch sei deren Vielseitigkeit, die Träger werden ihre individuellen Lieblings-Apps auf der Uhr haben.

Selbst die Uhrzeitanzeige ist sehr persönlich konfigurierbar, wie Apple-CEO Tim Cook betont. Durch die personalisierten Apps sieht Cook die Apple Watch künftig ähnlich wichtig wie das iPhone. Außerdem könne das für die Koppelung mit der Watch notwendige iPhone meist einfach in der Tasche bleiben - ein Blick auf die Watch informiere den Träger mit allen wichtigen Ereignissen.

Die Erfolgsaussichten für die Watch sind nicht schlecht. Laut den Analysten von Forrester sind inzwischen 21 Prozent der Europäer müde geworden, ständig das Smartphone aus der Tasche ziehen zu müssen. Und der Gedanke alles mit einem Wearable am Handgelenk erledigen zu können, fasziniert immerhin schon ein Drittel der Befragten. So geht Forrester von 10 Millionen verkauften Apple-Watch-Modellen bis Ende 2015 aus. Weltweit wurden 2014 laut der Smartwatch Group allerdings nur 6,8 Millionen Smartwatches und Fitnessbänder insgesamt verkauft - davon sind 1,2 Millionen Stück aus Samsungs Gear-Produktlinien.

Die Apple Watch arbeitet eng mit dem iPhone zusammen, wenn für die Funktionalität eine Online-Verbindung benötigt wird. Hierbei unterscheidet sich die Watch wenig von Smartwatches mit Android Wear. Apple verwendet für die Koppelung mit dem iPhone Bluetooh. Sollte die Reichweite bis zum iPhone nicht ausreichen, dann verbindet sich die Watch laut Apple auch über das WLAN mit dem Smartphone.

Digitale Krone, Force Touch und Taptic Engine

Bei der Bedienung setzt die Watch im Vergleich zu Smartwatches mit Android Wear nicht nur auf den Touchscreen, sondern verwendet eine digitale Krone. Mit der dreh- und drückbaren Krone lässt sich navigieren oder zoomen, ein Druck bringt einem zum Homescreen zurück. Mit der Taste unter der Krone gibt es bei der Watch einen direkten Zugriff auf die Kontakte, mit denen man am meisten zu tun hat. Die Watch stellt Miniaturen der Kontaktbilder dar.

Ein Tipp auf eine Person erlaubt eine schnelle Kontaktaufnahme durch Anrufen oder Senden einer Nachricht. Zusätzlich reagiert die Watch auf Bewegungsgesten: Trifft eine neue Nachricht ein, so genügt das Heben des Handgelenks zum Lesen; beim Senken des Arms wird die Nachricht wieder ausgeblendet.

Apps als runde Icons

Beim Touchscreen gibt es mit Force Touch zudem eine Technologie, die leichtes Antippen von einem stärkeren Drücken unterscheiden kann. Und die Taptic Engine der Apple Watch ermöglicht ein Tippen der Uhr auf das Handgelenk - beispielsweise um den Träger an etwas zu erinnern. Multitouch-Gesten mit mehreren Fingern unterstützt die Apple Watch nicht - die Bedienung per Touch soll mit einem Finger erfolgen.

Die Apple Watch zeigt alle Apps auf dem Homescreen als kleine runde Icons an. Apps, die beim hin- und herwischen in die Bildschirmmitte rücken, stellt die Watch dann vergrößert dar. Beispielsweise lässt sich beim Tipp auf die Einstellungen dann der Flugmodus oder Nicht stören aktivieren. Bei der Nachrichten-App erlaubt die Watch nicht nur das Lesen der Meldungen sondern auch Antworten. Hierfür bietet die Watch basierend auf den bisherigen typischen Antworten gleich eine Vorauswahl.

Wie bei der Nachrichten-App auf dem iPhone kann auch eine Audio-Nachricht als Antwort über die Uhr versendet werden. Apple Watch unterstützt auch Siri um per Sprache Aufgaben zu erledigen. Siri kann einfach durch "Hey Siri" ohne das Drücken einer Taste gestartet werden - ähnlich wie es schon beim iPhone funktioniert, wenn es am Netzteil hängt.

Telefonanrufe können ebenfalls direkt über die Watch mit dem integrierten Lautsprecher und Mikrofon beantwortet werden. Ein Telefonat lässt sich laut Apple auch nahtlos an das iPhone übergeben. Will man einen Anruf nicht annehmen, so genügt bei der Watch das Auflegen der Hand für die Stummschaltung. Die nahtlose Übergabe wie bei Telefonaten funktioniert auch bei Nachrichten und Mails: Was gerade auf der Watch geöffnet ist, lässt sich bei Bedarf direkt auf dem iPhone weiter bearbeiten (analog der Funktion Handoff von iOS 8).

Technische Details zur Watch

Apple bietet die Watch in den zwei Gehäusegrößen von 38 und 42 mm an. Das als Retina-Bildschirm bezeichnete Display des 38-mm-Modells löst 272 x 340 Bildpunkte auf, die größere 42er Watch bietet 312 x 390 Pixel Auflösung. In der Smartwatch kommt das Modul S1 zum Einsatz, das den Prozessor und die Subsysteme beherbergt. Die Platine ist von Kunstharz umgeben, um die Elektronik vor Witterungseinflüssen oder Stößen und Verschleiß zu schützen.

Die Apple Watch ist nach Angaben des Herstellers wassergeschützt, aber nicht wasserfest. Man könne laut Apple die Watch zum Beispiel beim Training, im Regen oder beim Händewaschen tragen und verwenden, aber ein Eintauchen der Smartwatch in Wasser sei nicht zu empfehlen. Die Apple Watch ist nach IEC-Norm 60529 als Wasserschutzkategorie IPX7 klassifiziert. Die Lederarmbänder sind laut Apple nicht wasserbeständig.

Technische Details der Watch
Apple Watch
Die Bedienung der Apple Watch erfolgt über die digitale Krone. Damit lässt sich scrollen, navigieren oder zoomen. Ein Druck auf die Krone führt zum Homescreen.
Apple Watch
Die digitale Krone soll die von normalen Uhren gewohnte Bedienung auch auf der Apple Watch bieten.
Apple Watch
Beim Touchscreen gibt es mit „Force Touch“ zudem eine Technologie, die leichtes Antippen von einem stärkerem Drücken unterscheiden kann.
Apple Watch
Die „Taptic Engine“ der Apple Watch ermöglicht ein Tippen der Uhr auf das Handgelenk – beispielsweise um den Träger an etwas zu erinnern.
Apple Watch
Auf dem Gehäuseboden schützt eine Keramikschicht mit Saphirlinsen einen Sensor, der LEDs mit Infrarotlicht und sichtbarem Licht sowie Fotodioden verwendet, um die Herzfrequenz zu messen.
Apple Watch
Apple integriert den Prozessor und die Subsysteme im Modul S1. Die Platine ist von Kunstharz umgeben, um die Elektronik vor Witterungseinflüssen oder Stößen und Verschleiß zu schützen.
Apple Watch
Der Ladevorgang erfolgt via induktiver Ladung über eine Art MagSafe. Freiliegende Kontakte für das Laden gibt es bei der Apple Watch nicht. Es muss laut Apple der Connector nur in die Nähe der Rückseite gebracht werden, der Magnet setzt sich automatisch richtig auf die Smartwatch.
Apple Watch
Bei der Bedienung der Smartwatch hat sich Apple auch Gedanken zur Kommunikation mit Anderen gemacht. So kann man durch Drücken der Tasten neben der Krone Mini-Ansichten von eigenen Kontakten aufrufen und durch Tippen mit ihnen per SMS oder Anruf kommunizieren..
Apple Watch Zeichnen
Außerdem kann man sich Fingerzeichnungen...
Apple Watch
...oder Klopfzeichen zusenden.
Apple Watch Herzschlag
Auch den Herzschlag kann als visuelle Animation übertragen - sicherlich nicht nur zu Diagnosezwecken.
Apple Watch Handover
Da mit Mikrofon und Lautsprecher ausgestattet, kann man mit der Smartwatch auch ohne Headset telefonieren. Bei längeren Gesprächen wechselt man dann nahtlos auf das verbundene iPhone.

Akkulaufzeit reicht für einen Tag, Gangreserve für 72 Stunden

Die Akkulaufzeit beziffert Cook mit 18 Stunden für die typische Nutzung der Apple Watch. Dabei geht Apple von folgendem Szenario aus: 90 Display-Aktivierungen durch Armheben, 90 Benachrichtigungen, 45 Minuten App-Nutzung und 30 Minuten Training mit Musik von der Apple Watch über Bluetooth. Schaut man bei einer mit dem iPhone verbundenen Watch fünfmal pro Stunde nur auf die Uhrzeit, so soll der Akku bis zu 48 Stunden reichen; die Watch ist dabei voll funktionsfähig.

Erreicht der Batterieladestand dagegen einen zu niedrigen Wert, schaltet die Watch laut Apple automatisch in den Gangreserve-Modus, bei dem sich noch bis zu 72 Stunden die Uhrzeit ablesen lässt. Eine Trainingseinheit mit aktivierten Herzsensor soll bis zu 7 Stunden möglich sein.

Das Aufladen der Watch erfolgt induktiv und ohne freiliegende Kontakte. Hierzu wird der Connector einfach an die Rückseite der Watch gehalten, der integrierte Magnet setzt den Ladeteller automatisch korrekt auf. Nach 1,5 Stunden Ladezeit hat die Watch 80 Prozent der Akkukapazität wieder hergestellt. Eine vollständige Ladung dauert laut Apple zirka 2,5 Stunden.

Sensoren überwachen die Aktivität

Auf der Rückseite der Watch hat Apple Sensoren zur Messung der Herzfrequenz integriert. Hierfür verwendet der Hersteller LEDs mit sichtbaren und Infrarotlicht sowie Fotodioden, die über eine Keramikschicht und Saphirlinsen geschützt sind. In Verbindung mit dem Beschleunigungssensor sowie dem GPS und WLAN des iPhones misst die Watch alle Arten körperlicher Aktivität, wie Apple angibt. Hierzu zählen Schritte und verbrannte Kalorien ebenso wie zurückgelegte Entfernungen (via iPhone).

Fitness-Apps für die Watch

Um die tägliche Aktivität auf der Watch zu überwachen, gibt es auf dem Smartphone die Activity App. An drei Ring-Grafiken zeigt die App den Status der erreichten Fitnessziele an. Der Ring Bewegen zeigt die Zahl der verbrannten Kalorien an. Über den Ring Trainieren zeigt die Watch die Minuten von zügiger Bewegung an. Der Ring schließt sich, wenn das allgemein empfohlene Ziel von 30 Minuten Training pro Tag erreicht ist. Und der Ring Stehen gibt Auskunft darüber, wie oft man am Tag aufgestanden ist. Damit will einem die Watch daran erinnern, nicht zuviel zu sitzen an einem Tag. Sitzt der Träger eine Stunde, so tippt einem die Watch an, dass man sich mal wieder bewegen sollte.

Die Watch führt über die täglichen Aktivitäten Buch und erstellt daraus ein wöchentliches Bewegungsziel. Der Träger soll damit seine wöchentliche Aktivität besser einschätzen können um die (anpassbaren) Trainingsziele auch zu erreichen.

Über die integrierte Watch-App Workout zeigt die Smartwatch Echtzeitdaten wie Dauer, Entfernung, verbrauchte Kalorien und die Geschwindigkeit von Trainingsarten wie Joggen, Gehen und Radfahren an. Die Trainingsdaten fließen laut Apple auch in die Activity App hinein. Die Begleit-App für das iPhone zeigt die Statistiken auch auf dem Smartphone übersichtlich an. Damit kann man die mit der Watch gesammelten Fitness-Daten auch in die Health-App des iPhones sammeln.

Watch zum Bezahlen mit Apple Pay

Apple hat in die Watch die NFC-Technologie integriert, um damit kontaktlos via Apple Pay bezahlen zu können. Hierzu muss die Smartwatch nur an ein Lesegerät gehalten werden. Für den Bezahlvorgang erhält der Träger ein Antippen von der Uhr sowie ein akustisches Signal.

10 spannende Apps für die Watch
Clear
Clear ist eine minimalistische To-Do-LIste für alltägliche Aufgaben. Bereits mit der iPhone-App hat der Entwickler Realmac einige Design-Preise gewonnen. Auch auf der Apple Watch kann der Nutzer eigene Aufgaben verwalten, nach Erledigung abhaken oder Erinnerungen für anstehende Tasks erhalten.
Exact Fitness Timer
Die Apple Watch soll wohl in diversen Fitness-Studios die unförmigen und eigentlich hässlichen Hüllen auf den Oberarmen der angehenden Sportler ersetzen, denn nach wie vor ist das iPhone einer der beliebtesten Fitness-Tracker. Die App Exact Fitness Timer misst zur Zeit die sportliche Betätigung des Nutzers, man kann sich aber gut vorstellen, dass zusammen mit dem HealthKit das Potential solcher Apps bei weitem noch nicht ausgeschöpft ist.
Feed Wrangler
Feed Wrangler von Dave Smith bringt einen einfachen RSS-Reader auf die Apple Watch, die App wird es sogar erlauben, ganze Texte aus der RSS-Liste zu lesen. Doch die Anzahl der Nutzer, die dies tatsächlich machen, wird aus bekannten Gründen (winziges Display!) wohl eher klein bleiben.
Fitness Spades
Fitness Spade ist auch eine Fitness-App, dient aber nicht dazu, die Aktivitäten zu messen, sondern den Nutzer zu sportlichen Aktivitäten zu bewegen - je nach gezogener Karte muss man die entsprechende Zahl entweder an Liegestützen oder Bauchmuskelübungen machen.
Home Remote
Home Remote verlagert die Steuerung der Türen, Lichter oder Heizung vom iPhone direkt an das eigene Handgelenk. So kann man sich den Griff aus der Tasche sparen.
Office Time
Im iTunes Store tummeln sich unzählige Apps, die die Zeit mitschreiben und so den arbeitstätigen iPhone-Besitzern helfen, die einzelnen Aufgaben nach Zeitaufwand aufzudröseln. OfficeTime ist eine davon und schafft es wohl ab April auch auf die Apple Watch. Ein Vorteil hat eine solche App am Armgelenk - sie hat man öfter vor Augen und vergisst so weniger, die App zu nutzen.
Promt
Promt ist eigentlich noch in Entwicklung, verspricht aber nichts weniger als einen persönlichen und unauffälligen Telepromter für unerfahrene Redner. So wird eine Präsentation in Folien oder Abschnitte geteilt. Jedem Abschnitt wird eine gewisse Zeitspanne zugewiesen, die Apple Watch kann dann anzeigen, wie viel Zeit für den Abschnitt geblieben ist und wo sich der Redner im Präsentationsverlauf befinden sollte.
Slopes
Slopes ist auch eine Tracking-App, aber nicht für das Fitness-Studio, sondern für Sportarten wie Wandern, Joggen oder Ski-Fahren gedacht. Aus eigener Erfahrung kann man nur bestätigen, dass Hantieren mit dem iPhone irgendwo in den Bergen sich nicht immer als sehr komfortabel erweist - mal sind die Hände beschäftig, die Touch ID erweist sich für Ski-Fahrer dank der Handschuhe als Hindernis, oder das iPhone ist in den Tiefen des Rucksacks versteckt. Die Slopes-App bringt die wichtigsten Informationen gleich auf das Handgelenk, das iPhone kann ruhig in der eigenen Tasche oder im Rucksack bleiben.
Facebook auf der Apple Watch
Facebook - die App wurde kurz auf der Apple Keynote vorgestellt, der Nutzer bekommt die Status-Updates der Freunde mit, man kann sie auch direkt auf der Uhr löschen.
Watch von Bill Ribus
Die letzte App „Watch“ von Bill Ribus ist noch nicht mal ein funktionierendes Konzept, sondern nur ein Design-Entwurf. Es ist aber nur logisch, dass solche Apps im Bereich „Apple Watch“ im iTunes-Store erscheinen werden - damit ist die primäre Funktion der Uhr auf den Punkt gebracht und gegebenenfalls noch durch einige nette Erweiterungen verfeinert.

Als weitere Beispiele von Apps für die Watch nennt Apple die die Uber zum Rufen von Taxis. Passbook gibt es ebenfalls auf der Watch, damit eignet sich die Smartwatch auch für den Checkin am Flughafen. Die Watch lässt sich auch als Schlüssel für Hotelzimmer verwenden, wie Apple in Zusammenarbeit mit dem W-Kette zeigt. Über eine App Alarm.com lässt sich auch die Garage remote via Internet öffnen.

Über die neue iPhone-App Apple Watch werden Apps für die Watch in dem darin enthaltenen Store angeboten und heruntergeladen. Auf dem iPhone muss für die Zusammenarbeit mit der Watch iOS 8.2 installiert sein. Das Upgrade auf iOS 8.2 ist ab sofort über die Softwareaktualisierung auf dem iPhone verfügbar.

Modelle, Preise und Verfügbarkeit

Apple bietet die Smartwatch in den drei Serien Watch, Watch Sport und Watch Edition an. Die Serien unterscheiden sich nicht von den Features, sehr wohl aber von den Materialen und Bändern. Zusätzlich gibt es die Serien jeweils in den bereits erwähnten Größen mit 38 oder 42 mm großem Gehäuse.

Die Watch Sport markiert den Einstieg in Apples Smartwatches. Das Gehäuse ist aus eloxiertem Aluminium in den Farben Silver und Space Gray. Zum Schutz des Displays kommt ein gehärtetes Ion-X-Glas zum Einsatz. Die Watch Sport bietet Apple mit weichen Kunststoffarmbändern aus Fluorelastomer in den Farben White, Blue, Green, Pink und Black an. Insgesamt sind 10 Modelle im Angebot. Der Preis der Watch Sport in der 38-mm-Variante beträgt 399 Euro, das 42-mm-Modell kostet 449 Euro.

Im mittleren Preisgefüge agiert die "normale" Watch. Hier setzt Apple auf ein kaltgeschmiedetes Edelstahlgehäuse, wahlweise hochglanzpoliert oder in der Farbe Space Black. Das Retina Display schützt Apple mit dem härteren und teureren Saphirglas. Eine große Auswahl gibt es bei Watch bei den Armbändern. Zum einen lässt sich ein Gliederarmband aus einer gebürsteten Edelstahllegierung wählen, das es wahlweise auch in der Farbe Space Black gibt. Über einen laut Apple simplen Mechanismus können hier Glieder für die Anpassung einfach entfernt oder hinzugefügt werden.

Ebenfalls aus Metall ist das geflechtete Milanaise-Armband. Wer lieber Leder als Armband will, für den gibt es bei der Watch die Loop-Variante (Farben Stone, Light Brown und Bright Blue) im abgesteppten Design mit darin versteckten Magneten; damit realisiert Apple den Schließmechanismus. Eine weitere moderne Variante aus Granada-Leder mit Schnallenverschluss gibt es in den Farben Soft Pink, Brown und Midnight Blue. Ein klassisches Lederarmband hat Apple für die Watch mit schlichter Schließe in der Farbe Black ebenfalls im Angebot. Wer will, kann die Watch auch mit einem Sportarmband aus der Serie Watch Sport in den Farben White und Black ausstatten.

Die Serie setzt sich aus insgesamt 18 Modellen zusammen. Der Preis für die Watch im Edelstahlgehäuse beginnt bei 649 Euro für das 38-mm-Modell bis hoch zu maximal 1249 Euro für die 42er Variante. Die große Preisspanne hängt vom gewählten Armband ab. Apple bietet die Armbänder auch als Zubehör an: Die Preise reichen von 59 Euro für das Sportarmband bis hin zu 499 Euro für das Gliederarmband.

Bei der Serie Watch Edition handelt es sich um die teuren Edelmodelle von Apple. Alle sechs verfügbaren Edition-Watches besitzen ein Gehäuse aus 18 Karat Gelbgold oder Rosegold. Den Displayschutz übernimmt wieder ein poliertes Saphirglas. Bei den Armbändern preist Apple Lederarmbänder in Bright Red, Midnight Blue und in Rose Gray sowie Sportarmbänder in White und Black an. Apple verlangt für die Watch Edition mindestens 11.000 Euro.

Ab 10. April in Deutschland vorbestellbar

Die Modelle der Serien Watch und Watch Sport sind ab dem 24. April 2015 in Deutschland in den Stores und im Online-Shop von Apple erhältlich. Vorbestellungen nimmt der Hersteller ab dem 10. April entgegen. Ab dem 11. April wird die Apple Watch zum Anschauen und Anprobe auch in den Galeries Lafayette in Paris, Isetan in Tokio und Selfridges in London zur Verfügung stehen. Die teuren Modelle der Watch Edition gibt es laut Apple ab dem 24. April auch in ausgewählten Fachgeschäften.