Reaktion auf Importzölle auf US-Autos

BMW plant höhere Preise in China

09.07.2018
Der Autobauer BMW will wegen erhöhter Einfuhrzölle auf US-Autos seine Preise in China anheben.
Nicht von Importzöllen betroffen: Der BMW X3. Das Modell rollt seit Mai - eigens für den chinesischen Markt - im Werk Shenyang vom Band.
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"BMW China wird nicht in der Lage sein, die Zollerhöhungen für importierte Autos aus den USA komplett zu absorbieren", erklärte ein Sprecher des Dax-Konzerns am Montag in München. "Derzeit kalkulieren wir in dem Zusammenhang nötige Preiserhöhungen." Momentan bleibe es aber noch bei den aktuellen Listenpreisen für die Händler. Die neuen Preise sollen später veröffentlicht werden.

China hat als Reaktion auf US-Strafzölle eine Anhebung der Zollsätze für Autos aus den USA auf 40 Prozent angekündigt. Für den Rest der Welt hat Peking die Zölle hingegen zum 1. Juli von 25 auf 15 Prozent gesenkt.

BMW baut in seinem größten Werk in Spartanburg in den USA (Bundesstaat South Carolina) die Autos der SUV-Modelle X3 bis X6, die auch nach China exportiert werden. Seit Mai ist im chinesischen BMW-Werk in Shenyang auch die Produktion des mengenmäßig bedeutenden X3 angelaufen, von dem nun keine Fahrzeuge mehr nach China exportiert werden.

Auch Oberklasserivale Daimler hat Probleme mit den Sonderzöllen Pekings auf US-produzierte Wagen. Mitte Juni senkten die Stuttgarter ihre Jahresprognose für das operative Konzernergebnis und verwiesen vor allem auch auf die Zölle in China. Daimler baut im US-Werk in Tuscaloosa (US-Bundesstaat Alabama) die großen Mercedes-Benz-SUVs GLE und GLS und exportiert diese Wagen auch nach China. Die erhöhten Einfuhrtarife in China würden zu einem geringeren Absatz als geplant führen, hieß es in der Gewinnwarnung. Zudem könnten die höheren Kosten nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden. (dpa/rs)