Lieferketten- und Finanzprozesse standardisieren

Daimler steuert IT mit SAP-Hilfe

11.07.2008 von Riem Sarsam
Der Stuttgarter Automobilkonzern hat seine strategische Partnerschaft mit SAP erneuert. Der Walldorfer Softwarehersteller unterstützt die Daimler AG bei der Harmonisierung ihrer IT-Landschaft.
"SAP spielt eine Schlüsselrolle in unserem Konzept zur IT-Standardisierung und -Harmonisierung sowie bei SOA", sagt CIO Michael Gorriz von Daimler.

Die Daimler AG hat einen umfassenden Vertrag zur strategischen Zusammenarbeit mit SAP erneuert. Im Rahmen des so genannten Global Enterprise Agreements (GEA) unterstützt der Softwarehersteller den Autobauer bei der Harmonisierung seiner IT-Landschaft.

Insbesondere seine branchenspezifischen Lieferketten- sowie Finanzprozesse wollen die Stuttgarter mit SAP-Lösungen standardisieren. Im Rahmen der im Mai bekanntgegeben Vereinbarung erhält Daimler umfassenden Zugang zu lizenzierten SAP-Lösungen und -Technologien.

So kann der Automobilhersteller die weltweite Implementierung durchgängiger Geschäftslösungen auf Basis von SAP-Software beschleunigen. Die Software auf Basis der NetWeaver-Technologieplattform soll die weltweite IT-Harmonisierung sowie die Entwicklung einer serviceorientierten Architektur bei Daimler vorantreiben.

Zahl der SAP-Anwender steigt auf mehr als 100.000

Die Partnerschaft zwischen den beiden Unternehmen besteht seit 1984. Im Jahr 2002 wurde SAP durch eine Entwicklungspartnerschaft zum wichtigsten strategischen Softwarepartner von Daimler. Der Automobilhersteller zählt heute über 65.000 SAP-Anwender. Im Rahmen des neuen Vertrages wird diese Zahl auf mehr als 100.000 steigen.

"SAP spielt eine Schlüsselrolle in unserem Konzept zur IT-Standardisierung und -Harmonisierung sowie bei SOA", sagt Michael Gorriz, CIO von Daimler. "Der Vertrag hilft, uns auf unser Kerngeschäft zu konzentrieren."

Die Vereinbarung umfasst Software und Wartung, strategische Software-Entwicklungen, den so genannten SAP MaxAttention Support sowie spezifische Beratungsdienstleistungen. Daimler erhofft sich davon reduzierte Kosten, höhere Effizienz, stabile Prozesse sowie Flexibilität bei branchenspezifischen Prozessen - insbesondere in der Produktion.