Präsentationssoftware

Die besten Powerpoint-Alternativen

12.05.2011 von Katherine Noyes
Präsentationssoftware für unter 150 Euro gesucht? Kein Problem. Denn viele Alternativen zu Microsofts Powerpoint sind entweder deutlich billiger oder sogar völlig gratis.

Microsofts Powerpoint ist seit Jahren die Nummer Eins bei Präsentationssoftware - kein Wunder, ist es doch fester Bestandteil von Microsofts beliebtem Office-Paket. In den letzten Jahren sind aber auch immer mehr Alternativen erschienen, die für weitaus weniger Euro zu haben sind als der aktuelle Powerpoint-Preis von 150 Euro. Viele sind sogar komplett kostenlos zu haben. Wir haben uns fünf der zahlreichen Alternativ-Programme genauer angeschaut und sie in puncto Ausstattung und Funktionen miteinander und mit Powerpoint verglichen.

Die Geschichte von Powerpoint in Bildern
Whitfield Diffie
1984: Für Vorträge vor seinen Vorgesetzten bei der amerikanischen Telefongesellschaft Bell Northern schreibt Whitfield Diffie ein kleines Präsentationsprogramm. Damit gilt er später vielen als der eigentliche Erfinder von Powerpoint. Diffie wird als Hippie mit langen Haaren geschildert. Bis heute ist er seiner Frisur treu geblieben.
Whitfield Diffie
1975 hat Diffie (rechts) mit Martin Hellman (Mitte) das Verfahren zum Austausch von Schlüsseln (Diffie-Hellman-Algorithmus) entwickelt, das bis heute im Einsatz ist.
Robert Gaskins
Robert Gaskins, Diffies Chef bei Bell Northern, entwickelt die Software "Presenter". Sie ähnelt Diffies Präsentationsprogramm. Gaskins kündigt bei Bell Northern und kauft sich in das Softwareunternehmen Forethought ein, um Presenter vermarkten zu können.
Powerpoint 1.0
April 1987: Presenter heißt jetzt Powerpoint. Die Version 1.0 (schwarzweiß auf einer Diskette) läuft nur mit dem Apple-Betriebssystem und wird sofort ein großer Erfolg.
Microsoft GBU, Menlo Park
August 1987: Microsoft kauft Forethougt samt Powerpoint für 14 Millionen Dollar und entwickelt es in seiner Graphics Business Unit (hier der Eingang) in Menlo Park, Kalifornien weiter. Mai 1990: Die erste Powerpoint-Version für Windows kommt auf den Markt.
Powerpoint 3.0
1992: Powerpoint wird Teil des Büropakets Office 3.0. Via Office hat sich die Software seither Hunderte Millionen Male verkauft. Gaskins verlässt 1996 Microsoft.
Powerpoint-Folien
Heute, weltweit: Geschätzte 30 Millionen Präsentationen pro Tag enthalten Powerpoint-Elemente.

Google Docs Präsentationen

Google Docs ist unumstritten der am häufigsten benutzte Cloud-basierte Office-Dienst. Und auch er bietet der Vollständigkeit halber eine Präsentationssoftware an. Nutzer dieses kostenlosen Dienstes können bereits vorhandene Präsentationen importieren oder völlig neue anlegen und sie online im Browser bearbeiten, verwalten und teilen - egal von wo; einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang.

Unsere Alternativen zu Microsoft Powerpoint.
Foto: NearlyG - Fotolia.com

Google Präsentationen ist bekannt für sein exzellentes Filesharing und seine Möglichkeiten zum teambasierten Arbeiten. Dabei können bis zu zehn Nutzer gleichzeitig ein Dokument bearbeiten und es anschließend mit bis zu 200 Leuten teilen. Sie können Präsentation mit der Software über eine bestimmte URL veröffentlichen oder sie auf eine Webseite einbetten (LinkedIn-Profile inklusive). Leider lassen sich Ihre Präsentationen jedoch nicht auf Smartphones bearbeiten. Das Betrachten ist hingegen kein Problem.

Was den Export der fertigen Präsentation angeht, unterstützt Google Präsentationen Powerpoint-, PDF- und Textformate, allerdings bleiben nicht mit jedem Format alle Charakteristika der Präsentation erhalten. Präsentationen in Google Docs dürfen eine Dateigröße von 10 Megabyte nicht überschreiten, das entspricht in etwa 200 Folien. Für Business-Kunden ist Google Präsentationen Teil des bezahlpflichtigen Google-Apps-Services, der auch Googlemail, Google Kalender und mehr umfasst.
Google Präsentationen besitzt ein eher spartanisches Interface. Importierte Präsentationen müssen zunächst umgewandelt werden, wodurch nicht selten Elemente verloren gehen. Beim Import einer Powerpoint-Präsentation blieben etwa die Folienwechsel-Animationen auf der Strecke. Alles andere war immerhin fehlerfrei.

Für eine Präsentation steht eine recht begrenzte Anzahl an Themen und Hintergründen bereit. Die eher magere Beute lässt sich dank der Google Docs Templates Galerie aber schnell erweitern. Positiv hervorzuheben ist ferner das Einbinden von Videos in die Präsentation. Wer auf diese Option klickt, dem präsentiert Google gleich eine Liste an möglichen Youtube-Clips, abhängig von den Schlüsselwörtern, die Sie bislang in Ihrer Präsentation benutzt haben. Eine Vorschau der Videos ist darüber ebenfalls möglich.

Die meisten Funktionen von Google Präsentationen sind elementar aber solide. Der Dienst bietet leider keinerlei Möglichkeiten für animierte Folienübergänge. Immerhin ist das Nach-und-nach-Erscheinen bestimmter Textelemente und Objekte auf der Folie möglich. Audio-Dateien werden ebenfalls nicht unterstützt. Schade ist außerdem, dass selbst im Vollbild-Modus die Folien nie wirklich als Vollbild präsentiert werden. Am unteren Bildschirmrand bleibt stets eine kleine Toolbar sichtbar.

Kostenpunkt: kostenlos, bzw. ca. 40 Euro pro Jahr pro Nutzer für Business-Kunden
Sprachen: beinahe alle Sprachen vertreten
Lizenz: einzeln
Import/ Export: Import von Powerpoint, Export in PDF und Powerpoint
Vorteile: einzigartige Teamarbeit- und Filesharing-Möglichkeiten, sehr weit verbreitet, interagiert mit anderen Google-Diensten wie Picasa und Youtube, Betrachten der Präsentationen von mobilen Geräten, unterstützt viele verschiedene Sprachen.
Nachteile: Sehr sporadisches Interface, keine Audio-Unterstützung, keine animierten Folienübergänge, kein Offline-Zugriff auf Präsentationen, keine Metriken und keine Analysen
Geeignet für:Vielreisende und Arbeitsgruppen werden die Team-Möglichkeiten von Google Docs zu schätzen wissen. Google Präsentationen selbst ist aber sehr beschränkt. Wer nicht häufig Präsentationen erstellt oder sie nicht allzu komplex sein müssen, kann den Dienst bedenkenlos nutzen.

Ungewöhnliche Arbeitsmethode: Prezi

Präsentationen bestehen nur aus verschiedenen, chronologisch angeordneten Folien? Nicht bei Prezi. Das Programm hat eine gänzlich andere Herangehensweise an die Arbeit mit Präsentationen und sieht das Werk nicht als Aneinanderreihung verschiedener Seiten, sondern als großes Ganzes, in das Sie auch hinein- und hinauszoomen können.

Um mit Prezi eine Präsentation anzulegen, legen Sie zuerst Ihre Ideen, Bilder und Videos auf einem leeren Hintergrund ab - und zwar in etwa in der Reihenfolge oder Ordnung, wie die einzelnen Elemente zueinander stehen. Als nächstes verbinden Sie sie mit einem Pfad, der die Reihenfolge festlegt, in der die Elemente in der Präsentation auftauchen sollen. Während der Präsentation können Sie dann nach Lust und Laune in einzelne Elemente hineinzoomen um Details zu verdeutlichen, oder hinauszoomen, um den Zusammenhang und das große Ganze zu erläutern. Wegen dieses gänzlich andersartigen Ansatzes, können leider keinerlei vorhandene Präsentationen in Prezi importiert werden. Genauso wenig können Sie Präsentationen von Prezi für andere Programme exportieren.

Zoomen und Loopen mit Prezi

Die kostenlose Version von Prezi erlaubt lediglich Online-Präsentationen. Bestandteil dieser Fassung sind 100 Megabyte Online-Speicherplatz, allerdings werden alle Elemente zudem mit einem kleinen Prezi-Wasserzeichen versehen. Eine Fassung mit 2 Gigabyte Speicherplatz, privaten Einstellungen, eigenem Branding und Offline-Funktionen gibt es ab etwa 120 Euro im Jahr.

Jeder, der ansonsten nur mit traditioneller Präsentationssoftware gearbeitet hat, braucht für Prezi erstmal etwas mentale Umprogrammierung. Es macht erstaunlich viel Spaß, mit den Möglichkeiten des Programms herumzuspielen; im Vergleich mit anderen Präsentationsprogrammen ist es jedoch nur schwer einzustufen. Insbesondere die anfängliche Leere auf der Bedienoberfläche von Prezi wirkt für viele erstmal einschüchternd, genauso wie die Abwesenheit der altbekannten, linearen Folienfolgen. Prezi fühlt sich deshalb eher wie eine Mindmapping-Software an, als wie ein Präsentations-Tool.

Trotzdem ist Prezi ein erstaunlich mächtiges Tool für Leute, die gern umdenken und sich von den stringenten Möglichkeiten anderer Präsentationssoftware eingeschränkt fühlen. Wirklich empfehlenswert ist Prezi aber nur für diejenigen, die ihre Präsentationen nicht für andere Programme exportieren müssen.

Kostenpunkt: kostenlos mit 100 MB Online-Speicher und Wasserzeichen; etwa 40 Euro pro Jahr für 500 MB Online-Speicher; etwa 120 Euro pro Jahr für das Komplettpaket mit 2 GB Online-Speicher, Offline-Funktionen und werbefreie Präsentationen.
Sprachen: Englisch
Lizenz: einzeln
Import/ Export: -
Vorteile: Zoom-Modelle für nicht-lineare Präsentationen, iPad-App ebenfalls vorhanden, Offline-Funktionen für Bezahl-Nutzer, einzigartige und unterhaltsame Bedienung.
Nachteile: Fühlt sich sehr andersartig und dadurch unbekannt an, keine Import- und Export-Funktionen, nur auf Englisch erhältlich, inklusive Metriken und Analysen.
Geeignet für: Wenn Sie eine frische, neuartige Präsentation abhalten wollen, ist Prezi genau das richtige. Prezi bietet logischere Verknüpfungen für Ihre Elemente, als die lineare Abfolge von Folien. Ideal für Frei- und Umdenker, die aus dieser Software garantiert jede Menge herausholen können.

SlideRocket ist eine Sammlung von Online-Tools und kompatibel mit allen internetfähigen Laptops, PCs und mobilen Geräten. Mit diesem Programm erstellen Sie entweder Folien mit Ihren eigenen Inhalten und Materialien, oder Sie greifen auf eine Vielzahl an Themen, Hintergründen, Fotos, Videos, Audioclips und anderen Dateien aus einer Art öffentlichem Marktplatz zurück. Sie können bereits vorhandene Powerpoint-Präsentationen in SlideRocket importieren und sogar Plugins installieren.

Kann so ziemlich alles: SlideRocket

Sie können außerdem dynamische Daten von Google Tabellenkalkulation, Twitter und anderen Web-Diensten integrieren, um Ihre Präsentationen stets auf dem neuesten Stand zu halten. Teamarbeit-Funktionen lassen mehrere Kollegen gleichzeitig an der Präsentation arbeiten. SlideRocket bietet zudem noch eine Vielzahl anderer Dienste, wie Grafikdesign, Texterstellung und -bearbeitung, Coaching, sowie einen Druckerei- und Binde-Betrieb an.

SlideRocket: das Rundum-Sorglos-Paket

Wenn Sie eine Präsentation erstellt haben, können Sie einzelne Folien daraus mit anderen teilen, indem Sie ein Web-Meeting hosten, sie über eine URL publizieren, sie auf eine Webseite oder ein Blog einbinden oder anderen Nutzern die Erlaubnis erteilen, sie an andere Leute weiterzuleiten oder zu drucken. Präsentationen lassen sich sowohl als Powerpoint-, als auch als PDF-Datei exportieren, obwohl SlideRocket davor warnt, dass einige Funktionen dabei vielleicht nicht übertragen werden könnten. Zudem gibt es einen Player für Offline-Präsentationen.

Besonders bemerkenswert ist auch die Tatsache, dass SlideRocket Metriken und Analysen anbietet, um die Effektivität von Präsentationen zu messen. Neben dem Erstellen von Umfragen zu einzelnen Präsentationen, lässt sich auch verfolgen, wer die Präsentation wo angeschaut hat, wie viel Zeit er oder sie auf jeder Folie verbracht hat und welche Folge-Aktionen ausgeführt wurden; also ob die Präsentation zum Beispiel an andere Leute weitergeleitet wurde. Nutzer dürfen außerdem virtuelle Kommentare in der Präsentation hinterlassen. Auf der mobilen Seite erlaubt es SlideRocket Android- und iPhone-Nutzern, an Remote-Meetings teilzunehmen, Präsentationen abzuspielen und eingebundene Präsentationen, Videos und Musikdateien anzusehen.

SlideRocket verfügt über ein hübsches Interface, das auch Neulingen den Einstieg in die Arbeit erleichtert. Der Import von Powerpoint-Präsentationen macht weitestgehend keine Probleme, auch wenn, wie so oft, die animierten Folienübergänge auf der Strecke blieben. Slide Rocket ist ein sehr vielseitiger Dienst und fühlt sich in der Bedienung durchweg intuitiv an. Hin und wieder treten einige, kleinere Verzögerungen auf, die sind allerdings typisch für die Arbeit mit Online-Software. Die Möglichkeit, dynamische Inhalte in seine Präsentationen einzubinden, ist eine großartige Idee, genauso wie die Option, automatisch auf Flickr und Youtube nach Bildern und Videos für die Präsentation zu suchen.

Der Marktplatz mit seiner Vielzahl an kostenlosen Vorlagen ist überwältigend und ist vor allem als Inspirationsquelle ausgesprochen gut geeignet. Die Metriken sind vor allem für diejenigen Nutzer insteressant, die die Software als Business- und Bürolösung nutzen. Alles in allem ist SlideRocket mit seinen Funktionen eines der verständlichsten und umfangreichsten Software-Pakete, die es derzeit gibt. Bedenken Sie aber, dass die kostenlose Version von SlideRocket relativ viele der vorgestellten Funktionen vermissen lässt, darunter vor allem die Möglichkeiten zur Teamarbeit, Analyse-Tools, sowie Offline- und Export-Funktionen. Business-Nutzer sollten daher lieber auf die Bezahl-Version zurückgreifen.

Kostenpunkt: kostenlos in der Lite-Version mit bis zu 5 Multi-Accounts. etwa 20 Euro im Monat für die Pro-Version mit bis zu 25 Konten. Firmen-Preise werden separat ausgehandelt.
Sprachen: Englisch
Lizenz: einzeln
Import/ Export: Import von Powerpoint und Google Präsentationen, Export in PDF und Powerpoint
Vorteile: Schöne Bedienoberfläche, Metriken und Analysen, exzellente Teamarbeit- und Sicherheits-Funktionen, umfangreicher Marktplatz, Plugins für Flickr und Youtube, Einbinden von dynamischen Inhalten, Offline-Präsentationen, einige mobile Funktionen, die SlideRocket-App gibt's im Web Store von Chrome.
Nachteile: Nur englische Sprachunterstützung.
Geeignet für: Das flexible Paket enthält alles, um selbst die anspruchsvollsten Nutzer zufriedenzustellen. Von allen getesteten Produkten ist SlideRocket unser persönlicher Favorit. Schwer vorstellbar, dass jemand hiermit nicht zurechtkommt.

In dieser Cloud-basierten Office-Lösung sind über 20 verschiedene Programme enthalten, darunter auch die Präsentationssoftware Zoho Show 2.0. Zoho Show importiert problemlos Präsentationen mit maximal 30 Megabyte aus Powerpoint und Open Office und exportiert Präsentationen in Powerpoint, PDF und HTML. Google Docs Präsentationen lassen sich direkt importieren. Offline-Präsentationen müssen vor dem Import zunächst als HTML-Dateien abgespeichert werden.

Grundlegend und gut: Zoho Show

Zoho Show hat erst kürzlich Funktionen zur Teamarbeit in Echtzeit eingeführt und ist damit auch Gruppenarbeit-tauglich. Bilder lassen sich entweder direkt vom Desktop einfügen, oder via Link zu einem Online-Bild von Flickr oder Picasa. Auch eine Reihe an animierten Folienübergängen steht zur Auswahl, als Bestandteil der riesigen Bibliothek an vorgefertigten Clip-Arts. Sie können Videos und andere Dateien per HTML-Code einbinden - allerdings nur von einer Auswahl an bestimmten Webseiten - und können im Gegenzug die Zoho-Präsentation selbst auf anderen Webseiten einbetten.

Zoho Show: nur nichts extra!

Für iPhone-Nutzer gibt es ferner die Zoho-Show-App - erhältlich in Englisch und Japanisch - die reinen Lesezugriff auf Zoho-Show-Präsentationen erlaubt. Zudem gibt es noch eine passende App in Googles Chrome Web Store.

Kurz gesagt: obwohl Zoho Show offen zugibt, dass es nicht alle Funktionen von Microsofts Powerpoint bietet, hat es sich doch zu einem starken Tool für die meisten, gängigen Zwecke entwickelt. Es spielt, was Präsentationen angeht, in einer weitaus höheren Liga als zum Beispiel Google Docs und bietet ein deutlich angenehmeres Interface, sowie mehr Funktionen. Auch die Navigation durch Menüs und Toolbars fühlt sich gut und intuitiv an. Trotzdem hinkt es hinter Powerpoint und auch hinter SlideRocket stark hinterher. Wer eine solide Präsentationssoftware ohne zu viele Funktionen und Schnickschnack sucht, wird hier aber ausgezeichnet bedient.

Kostenpunkt: kostenlos für Privatnutzer. Business-Preise reichen von kostenlos für bis zu 1 GB Speicherplatz und eine Lizenz, bis zu etwa 3 Euro pro Monat pro Nutzer für bis zu 20 Lizenzen.
Sprachen: alle gängigen
Lizenz: einzeln
Import/ Export: Import von Powerpoint, Open Office und Google Docs, Export zu Powerpoint, Open Office, HTML und PDF
Vorteile: Offline-Präsentationen mit HTML-Format, unterstützt mehrere Sprachen, attraktives Interface, viele verschiedene Themen und Hintergründe, App über den Chrome Web Store erhältlich, iPhone-App mit Lesezugriff erhältlich.
Nachteile: keine Metriken und Analysen möglich.
Geeignet für: Für die meisten Privat- und viele Business-Nutzer ist Zoho Show eine hervorragende Wahl. Es bietet nahezu alle notwendigen Funktionen und lässt sich dank der angenehmen Oberfläche ausgezeichnet bedienen.

Wenig überzeugend: 280 Slides

Wie die anderen Programme, ist auch 280 Slides ein Cloud-basierter Dienst, der es Ihnen erlaubt, Präsentationen von überall auf der Welt zu erstellen, zu bearbeiten und mit anderen zu teilen. In der aktuellen Beta-Fassung können Sie vorhandene Präsentationen mit dem .pptx-Format importieren, und selbst über das Programm erstellte Präsentationen auch unter diesem Format abspeichern und exportieren.

280 Slides bietet eine begrenzte Anzahl an Vorlagen. Zudem können Sie Bilder und Filme aus Ihrer eigenen Sammlung der Präsentation hinzufügen, oder Sie greifen auf Web-Dienste wie Flickr, Vimeo und Youtube zurück. Um Präsentationen mit anderen zu teilen, können Sie sie unter anderem auf SlideShare hochladen, sie per E-Mail verschicken oder sie direkt auf eine Webseite einbinden. Wie viel Speicherplatz 280 Slides-Nutzern zur Verfügung steht, ist nicht ganz klar. Ebenso wenig, ob es eine maximale Dateigröße für einzelne Präsentationen gibt. Im Augenblick ist 280 Slides noch kostenlos erhältlich.

Ausbaufähig: 280 Slides

Unglücklicherweise machen ältere Dateien mit .ppt-Format, die neu unter .pptx abgespeichert wurden, beim Import Probleme. Oft zerschießt es dabei die komplette Präsentation. Der Import von neuen .pptx-Dateien macht aber keinerlei Probleme. Lediglich Folienübergänge werden nicht mit importiert. Auch das voreingestellte Design der Folien blieb beim Import erhalten - besonders gut, denn 280 Slides bietet selbst nur neun Designvorlagen. Generell kann man sagen, dass 280 Slides noch rudimentär ist und noch nicht komplett ausgefeilt. Die meisten Funktion sind bestenfalls grundlegend und teilweise sogar noch schwächer, als die von Google Docs. Das Interface ist allerdings deutlich hübscher, als beim Google-Pendant.

Kostenpunkt: kostenlos
Sprachen: Englisch
Lizenz: einzeln
Import/ Export: nur .pptx-Formate importierbar, Export ebenfalls nur als .pptx-Format
Vorteile: Hübsches und leicht bedienbares Interface.
Nachteile: Nur mit neueren Powerpoint-Formaten kompatibel, keine Offline-Funktionen, keine Teamarbeit-Funktionen, keine mobilen Funktionen, Folienübergänge nicht importierbar, nur Englische Sprachunterstützung, keine Metriken und Analysen.
Geeignet für: Unterm Strich hat 280 Slides keinen bleibenden Eindruck hinterlassen. Zwar ist es kostenlos, aber das ist Google Docs auch - und zudem auch noch besser. Aktuell braucht 280 Slides noch eine ganze Menge mehr Entwicklungszeit und Feinschliff, bevor es konkurrenzfähig ist.

Alle der fünf vorgestellten Alternativen zu Microsoft Powerpoint haben ihre Vor- und Nachteile. Von allen Produkten sticht aber besonders SlideRocket positiv hervor und landet mit Abstand auf unserem Platz Eins. Zoho Show erhascht knapp den zweiten Platz, deckt aber längst nicht so viele Funktionen ab, wie SlideRocket. Sein Interface, die Kompatibilität, die Funktionen und Teamarbeit-Möglichkeiten sind ausgesprochen umfangreich und vielseitig.

Die richtige Software für alle Bedürfnisse

Auch Prezi ist für sich genommen ein hoch interessantes Produkt, landet wegen seiner Andersartigkeit und der Notwendigkeit, sich neu einzuarbeiten und völlig umzudenken, aber nur auf Platz Drei. Zu dieser Platzierung führt auch die Tatsache, dass Im- und Exporte unter Prezi unmöglich sind. Ob sich ein System wie Prezi in der Zukunft der Präsentationsprogramme etablieren kann, wird sich noch zeigen.

Google Docs landet auf unserem Platz Vier und bietet eine grundsolide - und vor allem kostenlose - Präsentationssoftware. Sie ist definitiv nicht so funktionsreich wie SlideRocket und Zoho; wer nicht allzu sehr ins Detail gehen muss, kommt hiermit aber wunderbar zurecht.

Ziemlich abgeschlagen liegt in unserer Top 5 die Cloud-Software 280 Slides. Derzeit fühlt sich das Programm noch recht unvollständig an - was aber nicht zuletzt wohl der Beta-Fassung zuzuschreiben ist.

Und welche Software eignet sich nun am besten für Ihre Arbeit? Das hängt von vielen Faktoren ab, zum Beispiel, wie häufig und intensiv Sie mit Präsentationen arbeiten, welche Funktionen Sie benötigen und wie sehr Sie auf Teamwork angewiesen sind. Die meisten Firmen werden mit Zoho Show glücklich, insbesondere, weil es Bestandteil eines umfangreicheren Office-Pakets ist. Anspruchsvollere Nutzer greifen lieber auf SlideRocket zurück, das selbst jedes noch so kleine Bedürfnis berücksichtigt. Wenn Sie sich nicht festlegen wollen, probieren Sie doch zunächst beide aus und entscheiden dann. (PC-Welt)