Produktion in Europa

Halbleiterbranche baut auf Investitionen

09.10.2013
2020 soll nach den Plänen der EU-Kommission der europäische Anteil an der weltweiten Chipproduktion bei 20 Prozent liegen. Ein ehrgeiziges Ziel, das umfangreiche Investitionen nötig macht. In Dresden berät die Branche auf der Leitmesse Semicon über die Umsetzung.

Die europäische Halbleiterindustrie blickt trotz des harten internationalen Wettbewerbs optimistisch in die Zukunft. "2014 sieht nach einem sehr guten Jahr für die Halbleiterindustrie aus", sagte Denny McGuirk, Präsident von des Branchenverbands Semi International, am Dienstag zum Auftakt der Messe Semicon in Dresden. Grund sei die wieder anziehende Weltwirtschaft. Vor allem Handsets und Tablet-Computer nannte er als weiterhin treibende Kraft. In diesem Jahr wird in der Halbleiterbranche weltweit ein Wachstum von sechs Prozent erwartet.

Die Europäische Halbleiterindustrie habe ein wesentlichen Anteil an der weltweiten Produktion. "Europa steht für zehn Prozent der Produktionskapazitäten", sagte McGuirk und verwies auf die für das kommende Jahr angekündigten Investitionen der Unternehmen und ehrgeizige Pläne der EU-Kommission zur Sicherung der strategisch wichtigen Chip-Produktion in Europa.

Auch für den Halbleiter-Anlagen-Markt wird 2014 mit einem deutlichen Wachstum gerechnet. Bei der Halbleiterausrüstung erwartet die Branche in Europa eine Verdopplung der Ausgaben von derzeit 2,4 Mrd US-Dollar (1,8 Mrd Euro) auf über 5 Mrd US-Dollar. In diesem Jahr liege man etwa auf Vorjahresniveau oder leicht darunter.

Auf der Semicon stellen bis Donnerstag 350 Aussteller aus 20 Ländern ihre neuen Produkte und Technologien vor allem dem Fachpublikum vor. Außerdem beraten Industrievertreter über Möglichkeiten zur Umsetzung der neuen Strategie der EU-Kommission zur Sicherung der Europäischen Halbleiterbranche. Den im Mai vorgestellten Plänen zufolge soll der europäische Anteil an der weltweiten Chip-Produktion bis 2020 auf 20 Prozent steigen. Dazu sollen insgesamt 100 Mrd Euro in die Halbleiterproduktion investiert werden. (dpa/rs)