BI für den Mittelstand

Quadratur des Kreises

04.11.2011 von Ima Buxton
Im Bereich Business Intelligence sind unflexible Standard-Lösungen für den Mittelstand ebenso unbrauchbar wie teure Individuallösungen. Dennoch müssen mittelständische Firmen nicht auf wertvolle Analysewerkzeuge verzichten, meint Mark Zimmermann von Infomotion und schlägt einen Mittelweg vor.
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Business Intelligence Systeme sind als Grundlage für objektive Unernehmensentscheidungen inzwischen nahezu unentbehrlich. Doch mittelständische Betriebe haben bei der Wahl eines passenden Systems für ihre Strukturen nur wenige Möglichkeiten. Die am Markt erhältlichen Standard-Lösungen setzen im Wesentlichen auf Basis-Reports, die sich ohne größeren Aufwand kaum individualisieren lassen. Vor allem Mittelständler mit sehr individuellen Strukturen und Prozessen erhalten mit diesen Produkten nur wenig aussagekräftige Analyseergebnisse. Auf der anderen Seite sind Systeme, die sich vollständig an den fachlichen Anforderungen eines Unternehmens orientieren, kaum bezahlbar.

Keine geeigneten Lösungen für den Mittelstand

Weder ein individuelles System noch eine BI-Lösung von der Stange erfüllen damit die zentralen Kriterien für eine mittelstandsgerechte Lösung: eine kurze Implementierungszeit, individuell kombinierbare Reports und einen überschaubaren Preis - meint daher Mark Zimmermann, Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Infomotion im aktuellen Newsletter des Beye Network. Zimmermann sieht aber neue Möglichkeiten für KMU, indem beide Ansätze kombiniert werden.

Um den Weg zu einem solchen Hybrid-Modell gangbar zu machen, müssen Firmen aus Sicht von Zimmermann innerhalb ihrer Organisation zunächst jene Strukturen identifizieren, die - trotz individueller Geschäftsmodelle - austauschbar sind und müssen diese bestimmten Aufgabenbereichen (wie Finanzreporting, Finanzplanung) zuordnen. Im nächsten Schritt kann dann für den unternehmensspezifischen Bereich eine BI-Lösung entwickelt werden - und zwar als individuelle Lösung für einen Pilotkunden. Das auf diese Weise entwickelte System soll dann als Basis für ein vordefiniertes BI-Paket dienen, das mit sehr geringem Anpassungsaufwand in jedem Unternehmen eingesetzt werde kann, rät Zimmermann.

Betreuung und Weiterentwicklung durch den Kunden selbst

Ziel des Hybrid-Modells ist es, jedem mittelständischen Unternehmen so viel Business Intelligence zukommen zu lassen, wie es benötigt. Zugleich sollte das Basis-System den individuellen Bedürfnissen entsprechend anpassbar und erweiterbar sein - und zwar möglichst durch den Kunden selbst.