Zwischen Tür und Angel

"Fünf Fragen, Herr Gallwas!"

07. Februar 2005

Was steht auf Ihrer Prioritätenliste ganz oben?

Die Ausweitung internationaler Standorte und den Aufbau neuer Produktionsverfahren von der IT- und Prozess-Seite her optimal zu unterstützen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die konsequente Verbesserung der internen Prozesse, um die IT effizient und effektiv an den Erwartungen der Fachabteilungen auszurichten.

Was halten Sie eigentlich von dem Thema "Innovation durch IT"?

Die Innovationen der IT sind heute ein entscheidender Motor und Wettbewerbsvorteil für die Zukunftssicherung und das weitere Wachstum eines Unternehmens. Jedoch darf IT niemals Selbstzweck sein, sondern muss sich immer am Wertbetrag durch ihren Einsatz orientieren.

Welche Technologie wird Ihrer Meinung nach in nächster Zeit die größte Wirkung haben?

Das Zusammenwachsen von Applikationen und die Anpassung an neue Formen der digitalen Kommunikation. Die Miniaturisierung und Mobilisierung ermöglicht uns, an fast jedem Ort der Welt über Informationen zu verfügen. Dieser Flexibilität steht das Risiko gegenüber, dass berufliches und privates Umfeld verschmelzen. Nicht zu vergessen die permanent steigende Informationsflut, die zu bewältigen ist!

Was ärgert Sie am meisten?

Wir reden nur von Problemen und deren Ursachen, anstatt offen und progressiv nach Lösungen zu suchen. Mögliche Lösungen werden im Anfangsstadium zerredet, anstatt die Fülle der Alternativen dialektisch zu erarbeiten, um den optimalen Weg zu finden. Dies beschränkt unsere Fähigkeit, die komplexen Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen.

Welches Buch lesen Sie gerade?

"Die Mächte der Zukunft" von Helmut Schmidt. Hier geht es um das künftige Verhältnis zwischen den Staaten der Erde, insbesondere im Verhältnis zur Supermacht USA aus dem Blickwinkel eines geschichtskundigen Ex-Politikers - auch für unsere IT-Welt relevant!

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