Modelabel muss sparen

Bogner verkauft die Unternehmenszentrale

10.08.2020
Das angeschlagene Modelabel Bogner hat einen strikten Sanierungskurs eingeschlagen. In den kommenden zwei Jahren will das Unternehmen 150 der etwa 800 Stellen abbauen.
Eine Bogner-Filiale in Frankfurt am Main.
Foto: Ewa Studio - shutterstock.com

Auch die Firmenzentrale im Münchener Ortsteil Berg am Laim will sie verkaufen. Die bayerische Landeshauptstadt soll aber weiter Sitz des Unternehmens bleiben.

Der kriselnde Sportmodehersteller braucht das Geld aus dem Immobilienverkauf, um Schulden abbauen zu können. Der von Eigentümer Willy Bogner bestellte Treuhänder Arndt Geiwitz fordert, dass das "hoch, aber nicht überschuldete" Unternehmen innerhalb von 24 Monaten wieder eine "gesunde Bilanzrelation" erreichen muss.

Fünf Millionen Euro Umsatz fehlen

Zunächst will das Unternehmen weitere Kredite aufnehmen, um die Umsatzeinbrüche aus der Corona-Krise zu bewältigen und in die Globalisierung der Marke investieren zu können. Allein aus den beiden Lockdown-Wochen im März fehlen Bogner fünf Millionen Euro Umsatz. Geiwitz äußerte sich gegenüber dem manager magazin optimistisch, schon bald ein Finanzierungspaket mit den Hausbanken und der Landesförderanstalt Bayern abschließen zu können: "Die Gespräche mit den Banken sind weit fortgeschritten." Nach Vertragsabschluss sei die Finanzierung für drei Jahre gesichert.

Im kaum durch Corona beeinflussten Geschäftsjahr 2019/2020 (zum 31. März) hatte das Bogner-Management den Umsatz steigern können. Er nahm auf 163 Millionen Euro von 155 Millionen Euro im Vorjahr zu. Der Gewinn (EBT) sprang auf 2,6 Millionen Euro (Vorjahr 300.000 Euro). (rs)