Deal in Australien

BTs Financial Group wählt Avaloq

14.05.2013 von Christiane Pütter
Der Zürcher Software-Anbieter Avaloq soll einen großen Vertrag der australischen BT Financial Group ergattert haben. Das berichtet zumindest ein Schweizer Portal.
Avaloq-CEO Francisco Fernandez hat gut Lachen: Ihm soll ein großer internationaler Deal gelungen sein.
Foto: Avaloq

Große Worte findet das Portal inside-it.ch für den Software-Hersteller Avaloq: dieser habe den Durchbruch auf dem internationalen Markt geschafft. Die australische Privatbanken-Gruppe BT Financial Group (BTFG) soll Avaloq-Lösungen im Private Banking einführen.

Inside-it.ch beruft sich auf intern kommunizierte Nachrichten des Software-Unternehmens. Außerdem habe der Marktforscher IBS Intelligence Hinweise auf den Deal gegeben. Bestätigen wollen das allerdings weder Kunde noch Dienstleister.

Die BTFG ist der Vermögensverwalter der Westpac-Gruppe, die zu den vier größten Geldinstituten Australiens gehört. Sie ist auch in Neuseeland tätig und arbeitet unter mehr als zehn verschiedenen Marken, unter anderem als Bank of Melbourne.

Inside-it.ch schreibt nun, Avaloq sei damit in die erste Liga der internationalen Software-Hersteller für Banken aufgestiegen. Bereits im April 2010 hatte sich mit der Royal Bank of Scotland ein Schwergewicht für die Zürcher entschieden.

Der Markt für Kernbanken-Systeme zeigt sich stark fragmentiert. Einige wenige Dickschiffe konkurrieren um die Vorherrschaft, darunter Infosys, Tenemos und auch die SAP. Der indische Tata-Konzern drängt mit Tata Consultancy Services (TCS) ebenfalls in die Banken-Branche.

Erst Anfang vorigen Jahres erklärte TCS-Europachef Sapthagiri Chapalapalli gegenüber cio.de, er könne sich in Deutschland Kooperationen vorstellen. Als möglichen Kandidaten hatte er die Finanz Informatik genannt, den IT-Dienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe.

Martin Frick und Klaus Rausch bei Avaloq

Avaloq betreibt in Deutschland Niederlassungen in Berlin und Rüsselsheim. CEO ist Francisco Fernandez. Mit Martin Frick (Head BPO) und CTO Klaus Rausch sitzen zwei bekannte Deutsche mit in der Führungsriege des Schweizer Software-Anbieters. Frick war zuvor unter anderem CIO der Winterthur-Versicherung, Klaus Rausch arbeitete für IBM.