Thomas de Maizière

Bundesinnenminister sieht Sicherheitslücken bei Banken

26.01.2017
Nach Ansicht von Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) gehen Finanzfirmen zu sorglos mit der IT-Sicherheit um.
Bundesinnenminister Thomas de Maizière
Foto: Peter Lorenz

Es gebe allzu oft die Attitüde "Es wird schon gut gehen" oder "Es wird mich schon nicht treffen", sagte de Maizière am Mittwoch in Wiesbaden auf einer G20-Konferenz zur Digitalisierung in der Finanzwelt. Dabei stehe fest: "Die Kriminellen nehmen verstärkt die Banken selbst ins Visier oder sie manipulieren den Aktienmarkt."

De Maizière nannte als Negativbeispiel für laxe Sicherheit die Überprüfung der Identität neuer Kunden bei Online-Banken durch Videoübertragung. Dokumente könnten gefälscht und digitale Bilder manipuliert werden, sagte der Innenminister vor Vertretern der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. "Bequemlichkeit darf niemals zulasten der Sicherheit gehen." Besonders für Banken sei es wichtig, Vertrauen zu schaffen. "IT-Sicherheit ist nicht billig, aber sie ist eine gute Investition." (dpa/rs)