Schweizer Großbank vor Sparrunde

UBS plant Schließung von rund 40 Filialen in der Schweiz

12.01.2021
Die schweizerische Großbank UBS will laut Medienberichten ihr Filialnetz in der Schweiz zusammenstreichen.
Der Neuen Zürcher Zeitung zufolge plant die UBS die Schließung von "Klein- und Kleinstfilialen" in der Schweiz.
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Rund 40 der aktuell 240 Filialen sollen geschlossen werden, wie am Montagabend zunächst die CH-Media-Zeitungen und später die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) vermeldeten.

Der Abbau von einem Sechstel der Filialen und weitere Sparmaßnahmen würden voraussichtlich bereits an diesem Dienstag bekannt gegeben, so der CH-Media-Bericht weiter, der sich auf interne Quellen stützt. Ein UBS-Sprecher wollte den Bericht auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP nicht kommentieren.

Gemäß der Zeitung stehen vor allem "Klein- und Kleinstfilialen" auf der Schließungsliste. Wo schlechte Frequenzen herrschten, würden die Kunden künftig nur noch auf digitalem Weg bedient oder in der nächstgrößeren Filiale.

Laut der NZZ werden die Filialen noch im Verlauf des ersten Quartals geschlossen. Die Liste der betroffenen Filialen stehe bereits.

Mitarbeiter sollen auf andere Filialen verteilt werden

Zu Entlassungen werde es "im Moment" aber nicht kommen, schrieb die Zeitung mit Verweis auf gut informierte Quellen weiter. Die betroffenen Mitarbeiter sollten offenbar so weit wie möglich in anderen Geschäftsstellen und Bereichen weiterbeschäftigt werden.

Die zweite schweizerische Großbank Credit Suisse hatte im vergangenen Sommer die Schließung von Filialen in der Schweiz angekündigt. Damals wurde mitgeteilt, dass nur noch 109 der 146 Standorte beibehalten würden. (dpa/rs)