James Bell

Apple holt sich Ex-Boeing-Manager an Board

02. Oktober 2015
Apple hat jetzt genauso wie Google einen Ex-Manager des Flugzeugbauers Boeing in seinem einflussreichen Verwaltungsrat.

Der iPhone-Konzern gab am späten Donnerstag die Berufung von James Bell bekannt. Er war in seinen 38 Jahren bei Boeing unter anderem Finanzchef und führte den Konzern zeitweise kommissarisch, nachdem Firmenlenker Harry Stonecipher wegen einer Affäre den Job verlor.

Apple-Zentrale in Cupertino
Apple-Zentrale in Cupertino
Foto: Simon Schoeters via flickr

AppleApple stärkt damit die Industrie-Kompetenz in seinem Verwaltungsrat - das könnte insbesondere mit Blick auf die andauernden Gerüchte über die Entwicklung eines Autos ein interessantes Signal sein. Bei Google sitzt Alan Mulally in dem Gremium, ein früherer Chef des Autobauers Ford, der zuvor jahrelang die Passagierflugzeug-Sparte von Boeing führte. Alles zu Apple auf CIO.de

Gleichzeitig baut Apple mit der Berufung des Afroamerikaners Bell die Diversität seines Führungsgremiums aus. Hightech-Konzerne wie Apple, Google und Facebook stehen immer wieder in der Kritik, weil in ihren Führungsebenen Frauen und Vertreter ethnischer Minderheiten unterrepräsentiert sind. Im achtköpfigen Verwaltungsrat von Apple, der vor Jahren noch allein mit weißen Männern besetzt war, sitzen mit Andrea Jung und Susan Wagner inzwischen auch zwei Frauen. In der neunköpfigen Riege der Top-Manager (Senior Vice President bzw. Design-Chef) unterhalb von Apple-Chef Tim Cook ist Retail-Chefin Angela Ahrendts die einzige Frau.

Der Verwaltungsrat in US-Unternehmen hat weitreichendere Befugnisse als die deutschen Aufsichtsräte und gibt neben der Kontrolle des Managements auch die Strategie mit vor. (dpa/tc)

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