Noch zu viele manuelle Prozesse

Bei der IT-Automatisierung hapert es

25. Juni 2008
Von Tanja Wolff
Obwohl drei Viertel der deutschen IT-Fachkräfte die Hauptmotivation für die Automatisierung von IT-Prozessen kennen, hapert es an der Etablierung. Folglich wird das IT-Budget unnötig belastet. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Lösungsanbieters Arago.
Die Automatisierung von IT-Prozessen bringt viele Vorteile.
Die Automatisierung von IT-Prozessen bringt viele Vorteile.

Fast die Hälfte der Befragten hat erkannt, dass Automatisierung im Systembetrieb eine Erhöhung der Produktivität nach sich zieht. Weitere 32 Prozent sehen eine Steigerung der Effizienz der einzelnen Mitarbeiter im Unternehmen. Der Untersuchung zufolge geben deutsche Unternehmen dennoch durchschnittlich 70 Prozent ihres IT-Budgets dafür aus, um den Systembetrieb am Laufen zu halten. Das liegt hauptsächlich daran, dass sehr viele Tätigkeiten immer noch manuell durchgeführt werden.

Laut der Befragung ist es nach der fast flächendeckenden Etablierung von ITILITIL jetzt an der Zeit, den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer besseren Systemlandschaft vorzunehmen. ITIL sagt lediglich etwas über die Organisation der Arbeit aus, verändert aber nicht die Arbeit an sich oder die technischen Abläufe, die hinter den Geschäftsprozessen liegen, so Arago. Beispielsweise seien Arbeiten, die sich überschneiden, oder in regelmäßigen Intervallen wiederholen, für eine Automatisierung prädestiniert. Alles zu ITIL auf CIO.de

Besonders die Transport- und Logistikbranche setzen auf automatische Abläufe.
Besonders die Transport- und Logistikbranche setzen auf automatische Abläufe.

Das Ergebnis zeigt, dass einige Branchen eine Vorreiterrolle bei der Automatisierung von IT-Prozessen einnehmen. Auf dem ersten Platz landete mit 34 Prozent die Transport- und Logistikbranche, dicht gefolgt von der Automobilindustrie (30 Prozent). Rang drei belegt mit großem Abstand die Finanzbranche (18 Prozent).

Für die Studie "IT-Automatisierung: Deutsche Unternehmen stehen erst noch am Anfang" wurden 50 IT-Verantwortliche aus mittelständischen Unternehmen in Deutschland befragt.