Unternehmen sichern ihre WLANs unzureichend

Jedes dritte Funknetz ist offen

28. Juni 2004
Von Michael Kallus
Ein Drittel der Unternehmen begehen grundlegende Fehler bei der Konfiguration ihrer Funknetze und lassen ihre Netzwerkverbindung ungeschützt. Das zeigt eine Studie des Herstellers von Sicherheits-Software RSA Security.

In Mailand waren 72 Prozent der untersuchten Zugangspunkte zum Funknetz unverschlüsselt. In Frankfurt übermittelten 81 von 198 Netzwerken die Daten ohne Schutz, das sind 41 Prozent. In Paris und London wies ein Drittel aller Access Points keine Verschlüsselung auf. Insgesamt hatte RSA fast 1700 Firmennetzwerke in vier europäischen Städten analysiert.

Über 500 der knapp 1700 untersuchten Funknetze arbeiten mit unsicheren Standardeinstellungen.
Über 500 der knapp 1700 untersuchten Funknetze arbeiten mit unsicheren Standardeinstellungen.

Die Studie zeigt, dass viele Unternehmen einfach die Standardwerte in den Access Points belassen. Das kann dazu führen, dass Funknetze ihren Namen und Standort unverschlüsselt senden, was Hackern den Zugang sehr erleichtert. 39 Prozent der untersuchten Access Points in Paris zeigten unveränderte Werte. In Mailand waren es laut RSA sogar fast die Hälfte aller Access Points und in Frankfurt jeder dritte.

Einige Unternehmen nutzen Virtual Private Network (VPN) als Alternative zu Verschlüsselungsprotokollen. In London verfügen laut RSA 19 Prozent der unverschlüsselten Access Points über VPNs - in Frankfurt belief sich die Anzahl auf elf Prozent, während in Mailand nur zwei Prozent VPNs einsetzen.

Weitere Meldungen:

Ersteigerte Festplatten und Notebooks mit vertraulichen Daten
Firmen unterschätzen eigene IT-Sicherheitslücken
Mittelstand schützt seine IT-Systeme schlecht

Zur Startseite