Lean IT soll es richten

Krise duldet keine Leistungseinschnitte

14. September 2009
Andrea König lebt als freie Journalistin in Hamburg. Arbeiten von ihr wurden unter anderem in der Süddeutschen Zeitung und im Focus veröffentlicht, seit 2008 schreibt sie auch für CIO.de. Die Schwerpunkte Ihrer Arbeit für die CIO-Redaktion sind Themen rund um Karriere, soziale Netzwerke, die Zukunft der Arbeit und Buchtipps für Manager.
Viele Unternehmen verfolgen eine Lean IT Strategie. Die soll sie für den Aufschwung der Märkte wappnen. Bei Software-Investitionen denken IT-Verantwortliche auch an Sicherheitsaspekte.

Eine aktuelle Studie preist die sogenannte Lean IT als wirkungsvolle Reaktion auf die Wirtschaftskrise an. Diese verschlankte, kosteneinsparende IT-Strategie soll die Unternehmen gezielt auf den Aufschwung der Märkte vorbereiten.

Viele Befragte wollen sich mit einer Lean-IT-Strategie für die Zeit nach der Krise wappnen.
Viele Befragte wollen sich mit einer Lean-IT-Strategie für die Zeit nach der Krise wappnen.
Foto: MEV Verlag GmbH

562 IT-Verantwortliche befragte der IT-Anbieter in seiner Studie. Die Mehrheit von ihnen plant in den kommenden zwölf Monaten umfangreiche Investitionen in ihre Software. So wollen sie einerseits Kosten reduzieren und andererseits den Nutzen der IT für das Unternehmen erhöhen. Investitionen im Service Management planen 89 Prozent der Befragten, 79 Prozent wollen in IT-Sicherheit investieren. Bei weiteren 76 Prozent soll Geld in Infrastruktur und Operations Management fließen.

Für die Umsetzung von Lean IT sprechen laut der Studie folgende Argumente:

  • Trotz Budgetkürzungen bleiben Erwartungen an die Bereitstellung der Services hoch.

  • Die Anforderungen in den Unternehmen verändern sich rasend schnell.

  • Beim Kundenservice sollten keine Kompromisse eingegangen werden.

Viele Unternehmen betrachten eine Lean IT Strategie nicht nur als Krisenreaktion, sondern vielmehr als Wachstumskatalysator. Die verschlankte IT soll helfen, Kosten zu senken, die Effizienz zu steigern und die Kundenbetreuung zu verbessern.

Auf dem Weg zu ihrer neuen IT-Strategie bedienen die Firmen sich integrierter Methoden, Technologien und Automatisierungs-Mechanismen. So sollen die Quellen von Ressourcenvergeudung aufgespürt und ausgeschaltet werden, heißt es in der Analyse der Studienergebnisse. Finanzieren möchte die Mehrheit der Befragten (57 Prozent) die zusätzliche Software über Betriebsaufwendungen, die übrigen nutzen Investitionsbudgets.