Siemens auf der CES 2024

Neue Technologie und KI für das Industrial Metaverse

Jürgen Hill ist Chefreporter Future Technologies bei der COMPUTERWOCHE. Thematisch befasst sich der studierte Diplom-Journalist und Informatiker derzeit mit aktuellen IT-Trendthemen wie KI, Quantencomputing, Digital Twins, IoT, Digitalisierung etc. Zudem verfügt er über einen langjährigen Background im Bereich Communications mit all seinen Facetten (TK, Mobile, LAN, WAN). 
Mit Partnern wie Sony, AWS oder Microsoft will Siemens die Nutzung von KI und Industrial Metaverse vorantreiben. Ziel ist eine bessere Verbindung von realer und digitaler Welt.
Zu den ersten Anwendern, die das von Siemens und Sony entwickelte System zum immersiven Engineering nutzen, zählt der Rennstall Red Bull Racing.
Zu den ersten Anwendern, die das von Siemens und Sony entwickelte System zum immersiven Engineering nutzen, zählt der Rennstall Red Bull Racing.
Foto: Screenshot Siemens/YouTube

Der Messeauftritt von SiemensSiemens auf der CES 2024 in Las Vegas steht ganz im Zeichen immersiver Technologien und KI für das industrielle Metaverse. " Das industrielle Metaverse", so Siemens CEO Roland Busch, "ist für uns eine virtuelle Welt - von der Realität kaum zu unterscheiden - in der Menschen in Echtzeit mit künstlicher Intelligenz zusammenarbeiten, um Probleme der realen Welt zu lösen." Top-500-Firmenprofil für Siemens

Gemeinsam mit Sony hat der Konzern dazu ein System zum immersiven Engineering entwickelt. Dazu wird das Siemens Xcelerator-Portfolio für Industriesoftware mit Sonys System zur Erstellung räumlicher Inhalte kombiniert.

XR-Brille mit 4K OLEDs

Zu dem System gehört unter anderem ein XR-Head-Mounted-Display. Dieses verfügt über hochwertige 4K-OLED-Mikrodisplays und Controller für die intuitive Interaktion mit 3D-Objekten. Die Lösung, so die Partner, ermöglicht es Designern und Ingenieuren, Designkonzepte in einem immersiven Arbeitsbereich zu erstellen und zu erforschen.

Red Bull Racing im industrial Metaverse

Mit dem NX Immersive Designer und XR-Brille sollen Ingenieure in das industrielle Metaverse eintauchen.
Mit dem NX Immersive Designer und XR-Brille sollen Ingenieure in das industrielle Metaverse eintauchen.
Foto: Sony Corporation

Zu den ersten Anwendern zählt etwa Formel-1-Weltmeister Red Bull Racing. Der Rennstall nutzt die Technik, um seinen Ingenieuren die Möglichkeit zu geben, sich von traditionellen Beschränkungen zu befreien und die virtuelle und reale Welt miteinander zu verbinden, indem sie in das industrielle Metaverse eintauchen. Allgemein soll der NX Immersive Designer von Siemens, der die NX-Software des Konzerns mit der Technologie von Sony kombiniert, voraussichtlich im Laufe des Jahres 2024 verfügbar sein.

Siemens und AWS vertiefen Partnerschaft

Zudem vertieft Siemens seine Partnerschaft mit AWS. Ziel ist es, Unternehmen eine Lösung an die Hand zu geben, um Software-Anwendungen mit Hilfe von GenAI zu erstellen und zu skalieren. Dazu integriert Siemens Amazon Bedrock in seine Low-Code-Plattform Mendix.

Amazon Bedrock trifft auf Mendix

Bedrock ist ein Service, der KI-Modelle über eine einzige Schnittstelle anbietet, zusammen mit den notwendigen Sicherheits- und Datenschutz-Anwendungen sowie integrierter verantwortungsvoller KI (Responsible AI). Dazu zählt der Zugang zu einer Auswahl von LLMs und anderen Basismodellen - darunter etwa AI21 Labs, Amazon, Anthropic, Cohere, Meta oder Stability AI.

Gemeinsam mit AWS will Siemens durch die Kombination von Amazon Bedrock und Mendix die KI-Integration in industrielle Apps vereinfachen.
Gemeinsam mit AWS will Siemens durch die Kombination von Amazon Bedrock und Mendix die KI-Integration in industrielle Apps vereinfachen.
Foto: Siemens

Die Kombination aus Bedrock und Mendix ermöglicht es Anwendern nach Angaben der Partner, das generative KI-Modell auszuwählen, das am besten zu ihrem spezifischen Anwendungsfall passt. Gleichzeitig könnten die Entwickler das Modell schnell und sicher in ihre Software-Anwendungen integrieren.

KI per Drag and Drop integrieren

Auf diese Weise werde die Entwicklung von Apps einfacher, schneller und effizienter. Dank der Integration von Mendix und Amazon Bedrock, so versprechen die Unternehmen, könne dies nun mit wenigen Klicks erledigt werden. Auf diese Weise ließen sich intelligente, industrietaugliche Anwendungen erstellen, ohne dass spezielle Programmierkenntnisse erforderlich sind - einfach auf einer grafischen Oberfläche mit Drag-and-Drop-Befehlen.

Mit Hilfe der generativen KIgenerativen KI könnten Apps neue leistungsfähige Funktionen erhalten, um etwa umfangreiche technische oder juristische Dokumente zusammenfassen oder zu analysieren. Weitere Beispiele sind Übersetzungen in verschiedene Sprachen oder die Bilderkennung. Alles zu Generative AI auf CIO.de

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