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SAPs Vision der grenzenlosen IT

27. Juli 2005
Von Ingo Butters
Die Vision hinter SAPs Business Process Platform (BPP) klingt verlockend: Infrastruktur, Anwendungen und Prozesse verschmelzen zum großen Ganzen, Unternehmen können schneller und flexibler als bisher auf neue Anforderungen reagieren. Die Marktforschungsfirma Berlecon hat diese Idee in einer Studie untersucht. Unternehmen, so das Fazit, sollten die durchweg interessante Entwicklung genau im Auge behalten, sich dabei aber nicht nur auf die Walldorfer konzentrieren.

Offenbar fehlen IT-Experten manchmal die Worte. Um BPP zu beschreiben, wurde deshalb das Kunstwort Applistructure geschaffen. Das Wort liest sich zwar nicht besonders schön, fasst aber im Wesentlichen die wichtigsten Charakteristika von BPP zusammen: Die Verschmelzung von Anwendung und Infrastruktur.

Prinzipiell stellt BPP eine Weiterentwicklung des Business Process Managements (BPM) dar. BPM bietet auf Basis einer technisch integrierenden IT-Lösung, bei SAPSAP ist es beispielsweise Netweaver, die Möglichkeit Prozesse zu modellieren und weiterzuentwickeln. Wichtiger Bestandteil ist dabei eine serviceorientierte Architektur (SOA), die eine einfache Modulation der abgebildeten Prozesse erlaubt. BPP stellt nun aber nicht nur die technische Basis für die Abbildung von Prozessen in der IT, sondern enthält auch vordefinierte, ablauffähige Prozesskomponenten. Alles zu SAP auf CIO.de

Die Einführung von BPP stellt Unternehmen vor eine Reihe von Herausforderungen.
Die Einführung von BPP stellt Unternehmen vor eine Reihe von Herausforderungen.

Derzeit existiert BPP noch nicht als fertiges Produkt. Allerdings verfolgt SAP konsequent eine Roadmap, um Netweaver in wenigen Jahren zu einer BPP zu erweitern. Unter anderem müssen beispielsweise die Prozesskomponenten definiert, programmiert und auf die Praxistauglichkeit überprüft werden. Mit einer Marktreife von SAPs BPP rechnet Berlecon innerhalb weniger Jahre.