SaaS setzt sich durch

Software am laufenden Band

02. Oktober 2007
Christoph Lixenfeld, seit 25 Jahren Journalist und Autor, vorher hat er Publizistik, Romanistik, Politikwissenschaft und Geschichte studiert.

1994 gründete er mit drei Kollegen das Journalistenbüro druckreif in Hamburg, schrieb seitdem für die Süddeutsche Zeitung, den Spiegel, Focus, den Tagesspiegel, das Handelsblatt, die Wirtschaftswoche und viele andere.

Außerdem macht er Hörfunk, vor allem für DeutschlandRadio, und produziert TV-Beiträge, zum Beispiel für die ARD-Magazine Panorama und PlusMinus.

Inhaltlich geht es in seiner Arbeit häufig um die Themen Wirtschaft und IT, aber nicht nur. So beschäftigt er sich seit mehr als 15 Jahren auch mit unseren Sozialsystemen. 2008 erschien im Econ-Verlag sein Buch "Niemand muss ins Heim".

Seit 2014 betreibt er die Informationsplattform www.wohinmitmutter.de.

Christoph Lixenfeld schreibt aber nicht nur, sondern er setzt auch journalistische Produkte ganzheitlich um. Im Rahmen einer Kooperation zwischen Süddeutscher Zeitung und Computerwoche produzierte er so komplette Zeitungsbeilagen zu den Themen Internet und Web Economy inklusive Konzept, Themenplan, Autorenbriefing und Redaktion.
Software als Service zu nutzen, statt sie auf den eigenen Rechnern zu installieren, bietet für den Anwender unzählige Vorteile. Deshalb wird die Idee in den kommenden Jahren den gesamten IT-Markt umkrempeln.

Salesforce-Gründer Marc Benioff ist kein Freund vornehmer Zurückhaltung. "Welche Innovationen kommen denn von SAPSAP?", schimpfte er jüngst. "Es ist doch unglaublich, wie wenig sie getan haben. Ich hätte Angst an ihrer Stelle." Alles zu SAP auf CIO.de

Angst ist vielleicht übertrieben, aber nervös sind sie in der Tat geworden in den zurückliegenden Wochen, die SAPs, Microsofts und Siebels dieser Welt. Grund ist eine Idee, für die der CRM-Spezialist Salesforce.com am lautesten trommelt, hinter der sich aber mittlerweile viele andere versammelt haben: SaaSSaaS. Das Kürzel steht für Software-as-a Service, und wer schon mal ein Buch bei AmazonAmazon gekauft hat, weiß, wie die Sache funktioniert: Der Kunde bedient über den Browser eine (Bestell-)Software, ohne dass er dazu irgendwas auf seinem Rechner einstellen oder installieren muss. Alles zu Amazon auf CIO.de Alles zu SaaS auf CIO.de

Solche One-to-many-Lösungen - eine Anwendung für viele Benutzer - gibt es also schon lange, neu ist aber, sie für Unternehmens-Software etwa zum Kunden-Management zu verwenden.

Setzt sich die Idee auf breiter Front durch, dürfte sie eine Schneise der Verwüstung durch die IT-Branche schlagen. Wer kauft noch Softwarelizenzen, wenn er eine vergleichbare Anwendung für viel weniger Geld mieten kann? Wer braucht noch SAP-Berater, wenn er gar keine eigene Anwendungslandschaft mehr hat, sondern alles aus der Leitung bezieht? Was macht der weit verzweigte Partnervertrieb, wenn immer mehr Unternehmen auf Maß-Anwendungen verzichten und stattdessen One-fits-all kaufen? Wie reagiert MicrosoftMicrosoft, wenn es völlig aus der Mode kommt, Software herunterzuladen oder aus irgendeinem Karton zu ziehen, um sie selbst zu installieren? Klar, Supertanker gehen so schnell nicht unter, aber die Kapitäne werden sich fragen müssen, ob sie noch in der richtigen Richtung unterwegs sind. Alles zu Microsoft auf CIO.de