Architektur und Bauplanung

Softwarehersteller Nemetschek wächst kräftig

02. Februar 2015
Der Softwarehersteller Nemetschek legt weiter kräftig zu.

Der Umsatz des Spezialisten für Architektur- und Bauplanungssoftware kletterte im abgelaufenen Jahr um knapp 18 Prozent auf 218,5 Millionen Euro, wie das TecDax-Unternehmen in München anhand vorläufiger Zahlen mitteilte. Damit übertraf Nemetschek die eigene Richtschnur von 211 bis 216 Millionen Euro. Ohne Zukäufe betrug das Plus zehn Prozent. Zum Jahresschluss beschleunigte sich das Wachstum noch - in der Softwarebranche ist das vierte Quartal traditionell das stärkste, weil dann noch offene IT-Budgets ausgeschöpft werden.

Nemetschek-Zentrale in München
Nemetschek-Zentrale in München
Foto: Nemetschek

Der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) stieg auf Jahressicht trotz Kosten für die Zukäufe deutlicher als der Umsatz um fast ein Viertel auf 57,1 Millionen Euro. Damit übertraf Nemetschek die eigenen Planungen für die operative Gewinnmarge. Das liege allerdings auch daran, dass einige Investitionen noch nicht zahlungswirksam geworden seien. Angaben zum Nettogewinn machte das Unternehmen zunächst nicht. Ende März wollen die Münchener die kompletten Jahreszahlen sowie eine neue Prognose auf den Tisch legen.

Nemetschek hat sich auf Software für Architekten und Bauunternehmen spezialisiert. Im Oktober hatten die Münchner die Übernahme des US-Spezialisten Bluebeam für rund 100 Millionen US-Dollar abgeschlossen. Damit setzt Nemetschek neben einer wieder anziehenden Bautätigkeit in Deutschland auch auf den für die US-Konjunktur wichtigen Hausbausektor. Die Geschäfte in der Branche laufen derzeit rund: Der Stuttgarter TecDax-Rivale RIB Software setzt ebenso auf Software zur übergreifenden Planung von Bauprojekten und wollte seinen Gewinn im vergangenen Jahr gar verdoppeln. (dpa/tc)

Kommentare zum Artikel

comments powered by Disqus
Zur Startseite