Jörg Runde, Thomas Tamberg

"Traumberuf Fußballprofi"

ist Autor bei www.roter-reiter.de und www.managementbuch.de.
Das Buch "Traumberuf Fußballprofi" zeigt, wie schwer es wirklich ist, im Profifußball Fuß zu fassen - und dass die Millionen nicht einfach mal schnell zu verdienen sind. Der Weg an die Spitze ist hart, Talent alleine genügt bei Weitem nicht. In einer Zeit in der Profifußballer zum Traum- und Sehnsuchtsberuf Vieler geworden ist, kommt dieser Realitätscheck gerade recht. Hervorragend recherchiert und mitreißend geschrieben verrät das Buch auch Zusammenhänge im Fußball, die "Sportschau" und der "Kicker" gerne verschweigen.

Die Karriere der anderen. Über den steinigen Weg zum Fußballprofi

Das Buch "Traumberuf Fußballprofi" ist im Wiley Verlag erschienen.
Das Buch "Traumberuf Fußballprofi" ist im Wiley Verlag erschienen.
Foto: Wiley

Wer von morgens bis abends im Büro sitzt und dazu noch eine Menge unbezahlter Überstunden runterreißt, schaut schon mal neidisch auf den einen oder anderen Fußballprofi. Haufenweise Kohle, Hauptbeschäftigung: Fußballspielen. Aber auch da ist nicht alles Gold, was glänzt. Das zeigen Jörg Runde und Thomas Tamberg in ihrem Klasse-Buch "Traumberuf Fußballprofi". Schon der Untertitel zeigt, dass es nicht ums Träumen geht und heißt: "Der harte Weg vom Bolzplatz in die Bundesliga". Könnte auch als Überschrift zu jedem anderen Traumjob stehen.

Wer nach oben will, muss die Erfolgsgeheimnisse kennen. Und braucht eine Menge Glück

Runde und Tamberg liefern einen erstklassig recherchierten Report über Karrierestraßen und Irrwege im Profifußball. Dafür sind die Autoren von Babelsberg bis Köln, von Hamburg bis Unterhaching gereist, um das Erfolgsgeheimnis der Top-Profis zu portraitieren. Und auch, um den Jungs eine Präsentationsfläche zu bieten, die es trotz bester Anlagen und beachtenswerter Anfangserfolge nicht gepackt haben. Die den "Kicker"-Archiven nur eine Randnotiz wert sind, weil sie längst nicht mehr samstags in den großen Stadien einlaufen. Sondern zu Hause sitzen und über jeden greifbaren Hilfsjob ihre Schulden abbauen müssen.

Es muss alles passen, auf dem Weg nach oben

Thomas Müller, Uli Borowka, Robin Dutt, Mario Götze, Mats Hummels, Jürgen Klopp, Tim Wiese - sie alle kommen zu Wort und schildern ihre persönlichen Erfahrungen mit dem "Berufsstand" Fußballprofi, die widersprüchlicher kaum sein können. Für einen positiven Einstieg sorgt Lewis Holtby, der auch das Vorwort beisteuert. Seine Vorzeigekarriere vom Gladbacher-Jugendinternat über Profi-Einsätze bei Schalke 04 und Mainz 05 bis zur Nominierung für die deutsche Nationalmannschaft ("... dieses Gefühl ist das Beste, was du als Fußballer haben kannst") und seinen Wechsel in die englische Premier League ist die Blaupause vieler Kinderträume. Konsequent war Holtby, zielstrebig und professionell in der Lebensführung sowieso. Und trotzdem war eine gehörige Portion Glück der Schlüssel zum Erfolg. Holtby hatte und hat das richtige Umfeld, fürsorgliche Eltern, und einen verantwortungsbewussten Manager. Und das ist keine Selbstverständlichkeit.

Ein falscher Schritt, und mit der Karriere geht der ganze Lebensentwurf in den Keller

Fragen Sie mal Savio Nsereko. Garantiert haben Sie den Namen nie gehört. Weil der Junge ("ein Jahrhunderttalent") auf "zweifelhafte Berater und falsche Freunde" gehört hat, als es steil nach oben ging. Dann kamen Schulden, Drogen-und Alkoholprobleme statt Fangesänge aus der Kurve und Bravo-Titelbild. Nsereko ist noch keine 30, aber seine "total verkorkste" KarriereKarriere ist vorbei, "sie hat noch nicht mal richtig angefangen und hätte ihn mit etwas Glück bis in die Champions League führen können. Eine menschliche Tragödie". Alles zu Karriere auf CIO.de

Roter Reiter-Fazit: "Traumberuf Fußballprofi" ist ein schonungsloser Blick hinter die Kulissen der schillernden Welt der Bundesliga-Stars. Hervorragend recherchiert und mitreißend geschrieben verrät das Buch jene Zusammenhänge im Fußball, die "Sportschau" und der "Kicker" gerne verschweigen. Top-Empfehlung für Fans und alle, die wissen wollen, was hinter den "großen" Karrieren steckt.

Oliver Ibelshäuser, www.roter-reiter.de

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(Quelle: Managementbuch via Wirtschaftswoche)

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