VMworld 2014

VMware strafft das Portfolio

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Vor rund 22.000 Besuchern schwor VMware-Chef Pat Gelsinger Mitarbeiter und Partner auf einen harten, ehrgeizigen Weg ein. Auf der einen Seite will VMware in die Top 3 der Cloud-Provider aufsteigen, auf der anderen muss das Unternehmen sein Produktportfolio konsolidieren.
VMware CEO Pat Gelsinger will unter die Top 3 der Cloud Provider.
VMware CEO Pat Gelsinger will unter die Top 3 der Cloud Provider.
Foto: IDG News Service

"Brave" - das war das zentrale Schlagwort mit dem VMware-CEO Pat Gelsinger während seiner Keynote auf der VMworld in San Francisco die über 22.000 Teilnehmer mitreißen wollte. Mut, Tapferkeit, Heldentum, Tüchtigkeit sowie Unerschrockenheit - sind auch alles Eigenschaften, die die Company derzeit brauchen kann, wenn sie etwa in die Liga der Top3-Cloud-Provider aufsteigen will.

Und unerschrocken muss sie neuen Cloud-Technologien wie Docker oder Openstack begegnen und gleichzeitig den Anwendern beweisen, dass VMware im Cloud-Zeitalter für mehr als nur Virtualisierungstechnologien steht (siehe auch "VMware und die Grenzen des Wachstums" ). Noch ist es für VMware nicht zu spät, in der Cloud Fuß zu fassen, wenn man den Worten von Gelsinger glaubt, denn dann "finden derzeit nur circa sechs Prozent der Computerarbeit in der Cloud statt". Und das Unternehmen arbeitet mit anderem zusammen, um etwa zu erreichen dass GoogleGoogle Kubernetes auf vSphere läuft. Ebenso hat man die Herausforderung Docker - die Lösung soll ja eine Alternative zu VMwares eigenem Cloud Stack sein - angenommen und arbeitet daran, diese auf vSphere zu portieren. Zugleich hat das Unternehmen eine eigene OpenStack-Distribution angekündigt. Mit ihr sollen IT-Organisationen OpenStack APIs und Tools auf Basis der bestehenden VMware-Infrastruktur zur Verfügung stellen können. Auf diese Weise könnte die OpenStack Cloud mit vorhandenen VMware-Tools verwaltet werden. Alles zu Google auf CIO.de

VMware-Appliances EVO:Rail

Vom mobilen Client über den Desktop bis hin in das Data Center und in die Cloud - für alles will VMware die passende Virtualisierungslösung offerieren.
Vom mobilen Client über den Desktop bis hin in das Data Center und in die Cloud - für alles will VMware die passende Virtualisierungslösung offerieren.
Foto: IDG News Service

In Zeiten der as-a-Service-IT steht das Unternehmen noch vor einer weiteren Herausforderung: Es muss Hardware-Partner finden, um mit diesen gemeinsam Appliances zu schnüren, die es mittelständischen Anwendern ermöglicht, Private-Cloud-Lösungen quasi out of the box zu realisieren. Partner hierbei sind etwa DellDell, EMC, Fujitsu, Inspur, NetOne sowie Super Micro. Diese Partner sind auch gegenüber den Usern bei Problemen mit der Hyper-Converged Infrastructure Appliance die Ansprechpartner. VMware selbst liefert mit EVO:Rail die notwendige Software zur Inbetriebnahme der virtuellen Maschinen. Dazu zählen VMware vSphere, VMware Virtual SAN, VMware vCenter Log Insight und die neue EVO: Rail Engine. Alles zu Dell auf CIO.de

VMware Workspace Suite

Mit dem VMware Integrated Openstack springt VMware auf den Open-Source-Zug auf.
Mit dem VMware Integrated Openstack springt VMware auf den Open-Source-Zug auf.
Foto: IDG News Service

Last but not least hat das Unternehmen noch ein internes Problem: Bei dem Versuch vom End-User-Computing bis hin zum Software Defined Data Center für jeden Bereich entsprechende Lösungen anzubieten und das noch on premise sowie as a service, entstand eine Produktvielfalt, die für viele Anwender nicht mehr nachvollziehbar war. Dem steuert das Unternehmen nun mit neuen Suiten entgegen und will künftig eine klarere Namensgebung verfolgen. So integriert VMware seine Tools zum Management von Mobile, Desktop und Data in einer Suite. Die VMware Workspace Suite bietet ein integriertes Portal für den Zugriff auf Mobile und Content Management-Lösungen von AirWatch by VMware und VMware Horizon. Im Kern kombiniert VMware damit die Desktopvirtualisierungs-Software Horizon 6 mit dem Enterprise Mobility Management AirWatch. Zudem will VMware nach der Übernahme von Cloud Volumes die Bereitstellung von nativen Anwendungen auf dem virtuellen Desktop vereinfachen und beschleunigen.

Software Defined Data Center

Darüber hinaus baute das Unternehmen noch sein Produktangebot für das Software Defined Data Center aus. VMware NSX6.1 wartet etwa mit neuen Features für Network Micro Segmentation, Hybrid Cloud-Konnektivität, Equal Cost Multi-Path Routing (ECMP) und VMware vCloud Automation Center 6.1-Integration auf. Bereits vorhandene Lösungen für Cloud Automation-, Operations- und Business Management bündelt man künftig in der VMware vRealize Suite. Sie dient dem Management heterogener Umgebungen und Hybrid Clouds. Eine erste as a Service-Cloud-Management-Lösung steht als Beta mit VMware vRealize Air Automation zur Verfügung. Mit den Diensten kann unter anderem das Lifecycle-Management von Anwendungen sowie Infrastruktur-Services automatisiert werden. Überarbeitet wurde auch die vCloud Suite, die nun in der Version 5.8 erhältlich ist. Als integriertes Angebot ist sie für den Aufbau und das Management von VSphere Clouds konzipiert. Gegenüber bisherigen Versionen verspricht VMware einen fünffach höheren DatenschutzDatenschutz, da pro vCenter Server bis zu 5000 virtuelle Maschinen Array-basierte Replikationen erzeugen. Alles zu Datenschutz auf CIO.de

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