7 Prioritäten der CEOs

Wie CIOs das Bremser-Image endlich loswerden

02. April 2014
Partner IT Sourcing Advisory bei PwC Deutschland.
Topmanager haben in einer weltweiten PwC-Umfrage gesagt, in welche Technologien sie investieren wollen. Jörg Hild von PwC gibt in seiner Kolumne Ratschläge, wie sich CIOs bei diesen Projekten einbringen sollten, um aus der Bremserrolle herauszukommen.
Jörg Hild ist Partner IT Sourcing Advisory bei PwC Deutschland.
Jörg Hild ist Partner IT Sourcing Advisory bei PwC Deutschland.
Foto: PwC

Zum Beginn dieses Jahres wurde wieder eine Fülle von Experten-Prognosen veröffentlicht, die voraussagen, welche neuen Informationstechnologien in den nächsten 12 Monaten auf der Agenda stehen. Die Eingabe "IT-Trends 2014" erzielte Anfang dieses Monats bei GoogleGoogle mehr als 270.000 Treffer. Alles zu Google auf CIO.de

Wir wollen uns diesem Thema einmal von einer anderen Seite nähern: Wie wird sich im Laufe dieses Jahres die Business-Seite verändern - und welche Folgen hat dies für die IT? Dabei stützen wir uns auf die Digital-IQ-Studie 2014 von PwC, die dieser Tage veröffentlicht wurde. Sie hat weltweit unter 1400 Topmanagern nachgefragt, in welche Technologien sie im laufenden Jahr vorwiegend investieren wollen, um ihre Unternehmen voranzubringen.

Die Top-Themen der CEOs wollen wir etwas genauer unter die Lupe nehmen und überlegen, wie die IT-Bereiche den damit verbundenen Herausforderungen gerecht werden können.

Die Bedenkenträger

In vielen Fällen heißt dies vor allem: Wie kommen sie aus der Rolle des Bremsers heraus, in der sie vielfach noch immer verharren?

  • "Dafür haben wir momentan kein Budget, keine freien Kapazitäten, keine Zeit."

  • "Wir müssen zunächst andere Anforderungen bedienen, wir haben andere Prioritäten und Planungen."

  • "Da bestehen große Sicherheitsbedenken."

  • "Das passt nicht in unsere Architektur."

Und so weiter. Solche und ähnliche Aussagen hört die Fachseite leider immer wieder, wenn sie neue Wünsche anmeldet.

Wollen die IT-Abteilungen nicht in die Ecke gedrängt werden, müssen sie diese Haltung überwinden. Der CIO sollte Neuerungen nicht nur unterstützen, sondern der Akteur sein, der sie proaktiv vorantreibt - und damit Innovator sowohl der IT als auch des Business werden. Das berührt die Mentalität der IT-Abteilung, ihre Organisation, ihr Aufgaben- und Kompetenzprofil sowie ihre Stellung im Unternehmen.

Die 7 wichtigsten Prioritäten der CEOs

Welche neuen Vorhaben haben nun bei den CEOs für 2014 Priorität?

1. Business Analytics

Die Masse an Daten, die ständig in die Unternehmen einströmt, wächst exponentiell. Die immer weiter verbreiteten mobilen Geräte liefern noch mehr Informationen. In Anlagen, Maschinen, Produkten usw. werden zunehmend Sensoren eingebaut, welche die Datenflut wiederum explodieren lassen (siehe dazu unten das Thema "Sensoric"). Monitoring-Tools erzeugen einen permanenten Datenstrom. Viele andere Quellen kommen hinzu.

Die Top-Technologien, in die CEOs laut der Digital-IQ-Studie 2014 von PwC in diesem Jahr vorwiegend investieren wollen.
Die Top-Technologien, in die CEOs laut der Digital-IQ-Studie 2014 von PwC in diesem Jahr vorwiegend investieren wollen.
Foto: PwC

Unternehmen wollen diese großen Informationsmengen noch umfassender, genauer und dynamischer auswerten, sie gegebenenfalls auch mit externen Daten kombinieren, um daraus Schlussfolgerungen für ihr Geschäft zu ziehen. Das betrifft Marktstrategien, Produkttrends oder Käuferverhalten.

Hier sind die IT-Abteilungen doppelt gefordert. Zum einen müssen sie moderne ToolsTools für dieses Ziel bereitstellen und insoweit ihre klassische Rolle erfüllen. Darüber hinaus sollten sie die Fachseite beraten und sie befähigen, das Potenzial ihrer Daten-Schätze richtig zu nutzen - also als Coach agieren. Notwendig ist ein ständiger kreativer Dialog. Alles zu Tools auf CIO.de