Was Sie im neuen CIO-Magazin erwartet

Ärgern über SAP lohnt sich nicht

25.11.2009 von Horst Ellermann
Die neue Dezember-Ausgabe des CIO-Magazins ist erschienen. Welche Schwerpunktthemen Sie im aktuellen Heft finden, verrät Ihnen CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.
Die neue Dezember-Ausgabe.

Nun hat die SAP also ihre Wartungsgebühren für 2010 bekannt gegeben, mal abgesehen vom Enterprise Support. Der Weg zur dreißigprozentigen Profitmarge wird klarer, was besonders bei langjährigen Kunden Ärger hoch kochen lässt. Sie bekommen die neuen Wartungsgebühren jetzt mitgeteilt - lange nach Abschluss der eigenen Budgetplanung. Gebunden an einen Software-Lieferanten. Ohne Alternative. Darauf angesprochen antworteten die Kunden bei der Tagung der Deutschsprachigen SAP Anwendergruppe (DSAG) in Bremen mit einer Mischung aus Wut und fatalistischer Hingabe.

CIO-Chefredakteur Horst Ellermann.

Beides ist falsch. Natürlich ärgert es jeden CIO, wenn SAP erst die Rede vom partnerschaftlichen Verhalten führt, dann aber beharrlich an seiner Profitmarge weiterarbeitet, während in der Krise bei Anwendern die Lichter ausgehen. Partnerschaft ist einfach nicht das richtige Wort für diese Art von Geschäftsbeziehung. Daran wird sich auch nichts ändern, wenn die DSAG einen CIO-Beirat einberuft. SAP macht eben das, was andere Software-Lieferanten schon lange machen.

Wundern darf das niemanden. Auch nicht die Shareholder, wenn sich ihre Aktie weiterhin seitwärts bewegt. Sie wird erst dann wieder einen echten Hupfer nach oben machen, wenn SAP an IBM verkauft wird – wovon im Augenblick natürlich nicht die Rede ist. Aber wenn Léo Apotheker die Shareholder-Interessen weiterhin so hoch bewertet, wird es darauf hinauslaufen. Im Zehn-Jahres-Vergleich entwickelt sich die Aktie nun einmal nicht so hübsch. Selbst die Maßnahmen seit Apothekers Antritt können darüber nicht hinwegtäuschen. Gegen langweilige Hin- und Herbewegungen hilft nur ein echter Coup, also der Verkauf. Oracle bietet sich als Käufer bekanntlich immer an, auch wenn SAP überhaupt nicht ins Portfolio passt. Aber SAP-Aufsichtsrat Hasso Plattner würde sich vermutlich sperren. Gott sei Dank.

Bleiben Sie einfach gut gelaunt und überlegen Sie sich, wie das Beste aus der Situation zu machen sei. Viel Spaß beim Lesen! Und hier geht's zum aktuellen Heft.

P.S.
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