Cook, Snowden, Bezos

Die Menschen der Netzwelt 2014

01.12.2014
Den Ton in der Internet-Welt gaben 2014 vor allem alte Bekannte an.

Tim Cook
Der 54-Jährige Apple-Chef trat in diesem Jahr endgültig aus dem Schatten seines großen Vorgängers Steve Jobs. Das iPhone 6 bewies, dass Apple auch in der Ära Tim Cook erfolgreiche Geräte bauen kann. Mit einem Fokus auf mehr Umwelt- und Datenschutz setzte Cook eigene neue Akzente - und machte schließlich auch seine Homosexualität öffentlich.

Edward Snowden
Der 31-jährige Computertechniker verbrachte das Jahr unauffällig in seinem Moskauer Asyl - doch die Enthüllungen von Edward Snowden prägten weiter das Weltgeschehen mit. Apple, Google, Facebook bemühen sich, die Kundendaten sicherer zu machen. Deutsche Rechenzentren sind international gefragt. Snowden darf unterdessen bis Mitte 2017 in Russland bleiben, seine Freundin zog zu ihm.

Jeff Bezos
Lange konnte der 50-jährige Gründer des Online-Händlers Amazon in den Augen der Investoren nichts falsch machen. Die Aktie stieg trotz schwacher Gewinne. Doch nun verlor die Börse die Geduld mit Jeff Bezos. Die Investitionen in Geräte, Infrastruktur und Video-Inhalte sorgten für hohe Verluste, das Smartphone Fire Phone ist bislang ein teurer Flop. Die Aktie verlor 2014 rund 15 Prozent.

Satya Nadella
Der 47-Jährige übernahm im Februar einen harten Job als neuer Microsoft-Chef. Der Windows-Konzern wurde von vielen Experten auf dem Weg nach unten gesehen, weil er im Smartphone- und Tablet-Geschäft zurückgefallen war. Satya Nadella will Dienste von Microsoft auf allen Geräten und Plattformen anbieten. Im Sommer strich er 18 000 Jobs vor allem von übernommenen Nokia-Mitarbeitern.

Elon Musk
Der 43-Jährige wird entweder die Welt verändern, oder grandios scheitern. Elon Musk ist Chef des Elektroauto-Bauers Tesla und der Weltraumfirma SpaceX. 2014 stellte er zudem die Idee des "Hyperloop" vor, ein Transportmittel mit Kapseln nach dem Prinzip einer Rohrpost. Die rund 600 Kilometer zwischen Los Angeles und San Francisco soll der "Hyperloop" in rund 30 Minuten schaffen. (dpa/rs)