Minus von 670 Millionen Dollar

Abschreibungen drücken Blackberry tiefer in Verlustzone

23. Juni 2016
Der Smartphone-Pionier Blackberry ist wegen erheblicher Abschreibungen tiefer in die roten Zahlen gerutscht.

Im vergangenen Quartal gab es ein Minus von 670 Millionen Dollar. Davon wurde der Löwenanteil von einer Abschreibung auf langlebiger Güter in Höhe von gut 500 Millionen Dollar verursacht. Ein Jahr zuvor hatte Blackberry noch einen Gewinn von 68 Millionen Dollar geschafft. Der Umsatz fiel in dem Ende Mai abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal im Jahresvergleich um 39 Prozent auf 400 Millionen Dollar.

Firmenchef John Chen will zum Ende des Geschäftsjahres aus der Verlustzone kommen.
Firmenchef John Chen will zum Ende des Geschäftsjahres aus der Verlustzone kommen.
Foto: Blackberry

Die Blackberry-Telefone haben nur noch einen sehr kleinen Anteil am Smartphone-Markt. Firmenchef John Chen richtet Blackberry deswegen auf das Geschäft mit Software und Dienstleistungen für Unternehmen aus. Er will zum Ende des Geschäftsjahres aus der Verlustzone kommen.

Blackberry hatte die Anfangsjahre des Smartphone-Geschäfts geprägt, seine Geräte wurden jedoch von Telefonen mit Googles Android-System und Apples iPhones verdrägt. Chen erwägt inzwischen, das eigene Betriebssystem aufzugeben und vollständig auf Android umzusteigen. Daneben steht das komplette Geschäft mit Smartphones auf dem Prüfstand. (dpa/ad)

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