Preisabsprachen

Apple verliert Berufung im Streit um E-Book-Preise

01. Juli 2015
Apple hat das Berufungsverfahren um den Vorwurf wettbewerbswidriger Preisabsprachen bei E-Books verloren.
Foto: IDGNS

Das Urteil einer New Yorker Richterin wurde in der zweiten Instanz mit der Mehrheit von zwei der drei Stimmen bestätigt, wie das Gericht am Dienstag mitteilte.

Der Fall begann mit einer Klage des US-Justizministeriums gegen AppleApple und fünf Verlage. Als Apple im Frühjahr 2010 zur Markteinführung seines iPad-Tablets auch einen E-Book-Store starten wollte, war Amazon die dominierende Kraft in dem Geschäft. Der Online-Händler verkaufte die elektronischen Büchern zum Teil mit deutlichen Rabatten. Apple bot den Verlagen hingegen ein sogenanntes "Agentur-Modell", das im Kern der deutschen Buchpreisbindung ähnelt: Sie selbst bestimmten den Preis der E-Books. Mit Rückenwind des Apple-Deals setzte die Buchbranche das System auch bei Amazon durch. Alles zu Apple auf CIO.de

Das US-Justizministerium warf Apple und den Verlagen daraufhin im April 2012 vor, mit illegalen Absprachen höhere Preise durchgesetzt zu haben. Die Buchkonzerne legten den Konflikt mit Vergleichen bei. Apple ließ dagegen auf einen Prozess in New York ankommen - und verlor. Der Konzern musste unter anderem einen vom Gericht eingesetzten Aufseher zulassen. (dpa/mje)

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