ITK-Markt Deutschland

Bitkom korrigiert seine Prognose nach oben

Bettina Dobe ist freie Journalistin aus München. Sie hat sich auf Wissenschafts-, Karriere- und Social Media-Themen spezialisiert. Sie arbeitet für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften in Deutschland.
Wolfgang Herrmann ist Deputy Editorial Director der IDG-Publikationen COMPUTERWOCHE und CIO. Zuvor war er Chefredakteur der Schwesterpublikation TecChannel und stellvertretender Chefredakteur COMPUTERWOCHE. Zu seinen thematischen Schwerpunkten gehören Cloud Computing, Data Center, Virtualisierung und Big Data.
Trotz konjunktureller Sorgen erhöht der Branchenverband Bitkom seine Umsatzprognose für den deutschen ITK-Markt 2008.

Der Bitkom rechnet nun mit einem Umsatzwachstum von 1,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ursprünglich war der Verband von einer Zunahme um 1,6 Prozent ausgegangen. Die korrigierte Prognose entspräche einem Volumen von 145,5 Milliarden Euro. Die Branchenvertreter erklären die höheren Erwartungen mit einem überraschend guten Geschäft mit Produkten der digitalen Consumer Electronics und überraschend kräftig steigenden Teilnehmerzahlen im Mobilfunk. Für das Jahr 2009 rechnen die Auguren mit einem Umsatzwachstum von 1,5 Prozent.

"Die Hightech-Industrie in Deutschland präsentiert sich im Herbst 2008 widerstandsfähig gegen die abflauende Konjunktur", kommentierte Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer. Die Nachfrage von Unternehmen, öffentlicher Hand und Privatkunden bleibe auf einem hohen Niveau. Den stärksten Beitrag zum ITK-Markt leiste in diesem Jahr die Informationstechnik mit einem Umsatzplus von 4,2 Prozent auf 66,6 Milliarden Euro. Vor allem Softwareanbieter können laut den Bitkom-Prognosen ihre Einnahmen um 5,3 Prozent auf 14,6 Milliarden Euro steigern. IT-Dienstleister dürften sich über ein Wachstum von 6,3 Prozent auf 32,7 Milliarden Euro freuen.

Weniger optimistisch beurteilt der Bitkom die Lage im deutschen Telekommunikationsmarkt: Die Umsätze sollen im laufenden Jahr um 1,2 Prozent auf 66,5 Milliarden Euro zurückgehen. "Die Telekommunikation ist durch einen tief greifenden technologischen Wandel und einen scharfen Preiswettbewerb geprägt", erklärte Scheer dazu.

Bereits vergangene Woche hatte das European Information Technology Observatory (EITO) ein Umsatzwachstum von 5,2 Prozent für den weltweiten IT-Markt prognostiziert. Die Marktforscher rechnen demzufolge mit einem Gesamtmarktvolumen von 963,5 Milliarden Euro. Vor allem in China, Indien und Russland boome das Geschäft. (wh)

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