Public IT


"Weil wir im Prozess sind"

BSI will Hackerangriff auf Bundestag nicht weiter kommentieren

11. Juni 2015
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik will sich nicht weiter zu dem Hackerangriff auf den Bundestag äußern.

"Weil wir im Prozess sind, wollen wir nichts sagen", sagte BSI-Präsident Michael Hange der dpa am Donnerstag am Rande einer Cybersicherheitskonferenz in Potsdam. Auch die Frage, ob Angreifer weiterhin Daten aus dem Bundestags-System kopieren, wollte er nicht beantworten. "Dazu kann ich leider auch nichts sagen." Das BSI ist für die IT-SicherheitIT-Sicherheit der Bundesregierung und der BundesbehördenBundesbehörden zuständig. Der Bundestag hat seine eigene IT-Verwaltung, das BSI berät ihn aber bei dem aktuellen Angriff. Alles zu Public IT auf CIO.de Alles zu Security auf CIO.de

Michael Hange, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Michael Hange, Präsident des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI)
Foto: BSI

Medienberichten zufolge ist das BSI dabei zu dem Ergebnis gekommen, dass das Bundestags-Netz nicht mehr gegen den Angriff verteidigt werden könne und aufgegeben werden müsse. Die Fernsehsender NDR und WDR sowie die "Süddeutsche Zeitung" berichteten, das Parlament müsse sein gesamtes Computernetz neu aufbauen.

Reichstag in Berlin, Sitz des Bundestags
Reichstag in Berlin, Sitz des Bundestags
Foto: Thomas Cloer

Die Unionsfraktion schränkte das am Donnerstag ein. "Es geht im Wesentlichen um Software", sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Fraktion, Bernhard Kaster (CDU), am Donnerstag in Berlin. Das sei nicht dasselbe wie ein kompletter Austausch aller Geräte. Einem Bericht von "Spiegel Online" zufolge fließen noch immer Daten in unbekannter Richtung ab. (dpa/tc)

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Themen: Public IT und Security

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