Steigerung des Business-Mehrwerts hat oberste Priorität

CIOs sind in der Rolle des Managers angekommen

27. September 2006
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Es geht nicht mehr nur ums Sparen: Einen Mehrwert für das Unternehmen zu leisten, ist europäischen CIOs mittlerweile wichtiger als die Senkung der IT-Kosten. Trotzdem hapert es oft an der Verständigung mit der Geschäftsleitung. Das geht aus einer Studie im Auftrag von Dell hervor.
Prioritäten der CIOs
Prioritäten der CIOs

Der Blick auf die Kosten steht demnach nur für jeden Zehnten ganz oben auf der Liste. Als wichtigstes Ziel seiner Arbeit begreift mehr als jeder Zweite (56 Prozent), den Mehrwert seines Betriebs zu steigern. Rund jeder Vierte (26 Prozent) sieht es vor allem als seine Aufgabe an, sein Unternehmen für den Wettbewerb fit zu machen.

CIOs sehen sich offenbar immer stärker in einer Manager-Rolle. Auf die Frage, welche Anforderungen heute an sie gestellt werden, nannten sie folgende Punkte: Gute Führungseigenschaften, Geschäftssinn und Prozessverständnis.

CIOs fühlen sich oft nicht wirklich ernst genommen

Das heißt allerdings nicht automatisch, dass die Zusammenarbeit mit der Unternehmensleitung klappt. Immerhin beklagt eine Mehrheit von knapp 60 Prozent der CIOs, dass CEOs sie "nicht als vollwertige Mitglieder der Geschäftsleitung ansehen". Das Verhältnis gestalte sich oft schwierig.

Die IT-Verantwortlichen sind denn auch nicht immer mit ihrem Etat zufrieden. Immerhin gibt jeder Dritte an, "das Beste draus zu machen".