Neue Marketing-Kapriolen

Citrix startet Attacke gegen VMware

16. November 2010
Von Hartmut  Wiehr
Die Rivalen Citrix und VMware haben ihren Konkurrenzkampf ins Grundsätzliche verlagert. Es geht nicht mehr nur um Technologie oder Marketing, sondern darum, die Geschichte der Virtualisierung neu zu schreiben.

Eigentlich ist die Lage ja eindeutig: VMware dominiert ziemlich unangefochten den Markt für Virtualisierungsprodukte. Und die Gründergeneration von VMware war es auch, die gegen Ende der 90er Jahre des letzten Jahrhunderts auf die Idee kam, die Virtualisierungstechnologie aus der Welt der Mainframes und Unix-Server in die Sphäre der damals noch eher schmalbrüstigen x86-Rechner zu übertragen.

Erst danach haben Konkurrenten wie Citrix, Microsoft, Red Hat und andere damit begonnen, dem Pionier nachzueifern. Mit mäßigem Erfolg bis zu diesem Tag.

Wes Wasson, Marketing-Chef von Citrix, verschärft den Ton im Konkurrenzkampf gegen VMware.
Wes Wasson, Marketing-Chef von Citrix, verschärft den Ton im Konkurrenzkampf gegen VMware.
Foto: Citrix

Citrix hatte sich bis vor kurzem sogar damit zufrieden gegeben, in der Nische von Desktop-Virtualisierung ein Revival des alten Thin Client Computing zu versuchen, neben dem Bereich des Application Streaming. Mehr wolle man gar nicht.

Auf der Anwenderkonferenz Synergy, die im Oktober in Berlin stattfand, holte man dann überraschend zum Paukenschlag aus und erklärte sich zum Architekten einer Cloud-fähigen, voll virtualisierten IT-Infrastruktur vom Client bis zum Server.