Elisabeth Heller

Clan Value

28. März 2006

Tchibo, Zott, Bertelsmann: Familienunternehmen prägen die Gesellschaft. In einem 245 Seiten langen Plädoyer für den Clan Value und gegen den Shareholder Value legt die Unternehmensberaterin Elisabeth Heller eine in heutiger Zeit fast religiös anmutende Zusammenhalts-Kultur dar, die viele aus ihrer Kindheit kennen. Sich gegenseitig unterstützen, Hoffnung geben, experimentieren und Zivilcourage zeigen – all das gehört zur Struktur vieler Familienunternehmen. Eine Umgebung schaffen, die animiert, eine Atmosphäre, die zu Höchstleistungen anspornt, das fordert sie von Unternehmen. Es klingt zu schön, um wahr zu sein.

Wer jedoch auf die Idee kommt, Heller beschreibe die Welt in rosaroten Farben, der irrt: Auch im Clan gibt es jene Alpha-Typen, die herrschen wollen, und den quer denkenden Omega-Typ. Der Unterschied liegt darin, dass Werte und Netze die Mitarbeiter auch in prekären Situationen zusammenhalten. Ein eindrucksvoller Versuch, gegen Unternehmen anzuschreiben, in denen Kostenmanagement Religionscharakter bekommen hat.

Econ Verlag, Berlin 2006, 245 Seiten; 16 Euro
Econ Verlag, Berlin 2006, 245 Seiten; 16 Euro

Kommentare zum Artikel

Barbara Swanson

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