Blackphone

Das Smartphone für verschlüsselte Telefonate

24. Februar 2014
Seit den NSA-Enthüllungen von Edward Snowden machen sich auch Normalnutzer Gedanken über verschlüsselte Kommunikation. Der Hersteller Blackphone bietet nun ein Handy an, bei dem Verschlüsselungsdienste gleich mitgeliefert werden.

Der Hersteller Blackphone will diesen Sommer - gut ein Jahr nach den ersten Enthüllungen über NSA-Spionage - ein weitgehend abhörsicheres Smartphone für Verbraucher auf den Markt bringen. Das Handy wird mit einem Dienst zum verschlüsselten Telefonieren, sicheren Speichern von Daten und geschützten Surfen im Internet angeboten. "Wir sehen das als richtungsweisend", sagte Blackphone-Manager Toby Weir-Jones am Montag bei der Vorstellung des Geräts auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.

Das Handy soll gut 630 Dollar kosten und weltweit einsetzbar sein. In dem Kaufpreis sind mehrere Verschlüsselungsdienste für zwei Jahre enthalten. Dazu gehört die App Silent Circle, die verschlüsseltes Telefonieren und Austauschen von Textnachrichten ermöglicht. Blackphone ist eine Kooperation von Silent Circle und Geeksphone.

Zwar könne auch das Blackphone seine Nutzer nicht vor den Möglichkeiten eines Geheimdienstes wie der NSA schützen, sagte Weir-Jones. Doch das Handy soll verschlüsselte Kommunikation für Verbraucher einfacher machen. "Wir wollen davon hunderttausende Stück verkaufen." Komplett verschlüsselte Kommunikation bieten bisher vor allem hochpreisige SmartphonesSmartphones, die von Regierungen oder Unternehmen eingesetzt werden. Alles zu Smartphones auf CIO.de

Allerdings funktioniert die verschlüsselte Kommunikation über Silent Circle nur, wenn der Gesprächspartner die App ebenfalls einsetzt. Daher gibt es zum Blackphone zwei Jahresabos für Silent Circle zum Verschenken an Freunde und Bekannte.

Das Blackphone-Betriebssystem basiert auf Googles AndroidAndroid. Allerdings wurden mehrere Grundeinstellungen angepasst, um sie Datenschutz-freundlicher zu gestalten. Zugriffsberechtigungen für Apps können einzeln eingestellt werden, sagte Weir-Jones. Ein SIM-Lock, der das Gerät an einen bestimmten Anbieter bindet, gibt es nicht. Das Gerät kann von sofort an online vorbestellt werden, im Juni sollen die ersten Handys ausgeliefert werden. Ein erster Mobilfunkpartner ist der niederländische Anbieter KPN. (dpa/rs) Alles zu Android auf CIO.de

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