Fast jeder Zweite ohne Einschätzung

Datenklau durch Ex-Mitarbeiter kann nicht beziffert werden

Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Knapp jedes zweite deutsche Unternehmen kann nicht angeben, ob frühere Mitarbeiter bei ihrem Weggang Daten mitgenommen haben. Experten raten, Accounts zeitnah zu sperren.
Wer den Account früherer Mitarbeiter nicht sperrt, läuft Gefahr, dass Daten gestohlen werden.
Wer den Account früherer Mitarbeiter nicht sperrt, läuft Gefahr, dass Daten gestohlen werden.
Foto: Fujtsu

Ob frühere Mitarbeiter schon einmal Daten mitgenommen haben, ist in vielen deutschen Unternehmen unbekannt. Bei einer Umfrage von cio.de gaben 46 Prozent von 128 Teilnehmern an, sie wüssten es nicht.

Dagegen erklärten insgesamt 45 Prozent der Nutzer, das sei bei ihnen schon vorgekommen. 30 Prozent mussten sogar den Verlust vertraulicher Daten beklagen, während bei 15 Prozent keine geschäftskritischen Daten weggekommen sind.

Noch nicht einmal jeder Zehnte (neun Prozent) ist sicher, dass frühere Mitarbeiter noch nie Daten geklaut haben. Sie könnten falsch liegen: Laut dem Marktforscher Ponemon stahlen 59 Prozent der Mitarbeiter, die in den vergangenen zwölf Monaten den Arbeitgeber gewechselt haben, von der alten Firma vertrauliche Daten.

Das gilt nicht nur für Leute, die gekündigt wurden. Nach Aussagen der Analysten spielt es keine Rolle, welche der beiden Seiten gekündigt hat oder ob ein Auflösungsvertrag unterschrieben wurde.

Sicherheits-Spezialisten raten daher, Zugangsdaten und Passwörter regelmäßig zu ändern. Außerdem müssen IT-Entscheider dafür sorgen, "verwaiste" Accounts möglichst gleich nach dem Weggang des Mitarbeiters zu sperren.

Beteiligen Sie sich auch an unserer neuen Umfrage! Dieses Mal geht es um das Thema Frauen in der IT.

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