IT-Gehälter im Vergleich

Der CTO verdient 95.000 Euro mehr als der Softwareentwickler

09. August 2016
Christiane Pütter ist Journalistin aus München. Sie schreibt über IT, Business und Wissenschaft. Zu ihren Auftraggebern zählen neben CIO und Computerwoche mehrere Corporate-Publishing-Magazine, vor allem im Bereich Banken/Versicherungen.
Ein Chief Technical Officer (CTO) verdient im Durchschnitt ein Jahresgehalt von rund 146.000 Euro. Ein IT-Leiter liegt mit knapp 113.000 Euro deutlich darunter. Das haben die Marktforscher von Compensation Partner ausgerechnet.

Wer verdient was in der IT und mit welchem GehaltGehalt dürfen Berufseinsteiger rechnen - das untersucht eine Studie von Compensation Partner. Die Hamburger Marktforscher haben knapp 5.400 Datensätze ausgewertet. Alle Angaben beziehen sich auf Bruttogehälter. Alles zu Gehalt auf CIO.de

Große Gehaltsspanne für CTO

Compensation Partner nimmt sechs Kategorien an IT-Gehältern genauer unter die Lupe. Am meisten verdient demnach ein Chief Technical Officer (CTO) mit durchschnittlich 146.295 Euro. Allerdings darf dieser Mittelwert nicht darüber hinwegtäuschen, dass 25 Prozent der ausgewerteten Gehälter mit durchschnittlich 97.870 Euro im Jahr deutlich darunter liegen (erstes Quartil). Im obersten Gehaltssegment mit 169.322 Euro für den CTO liegen weitere 25 Prozent der ausgewerteten Gehälter (drittes Quartil). Für diese große Gehaltsbandbreite liefert Tim Böger, Geschäftsführer von Compensation Partner, eine Erklärung: "Insbesondere die steigende Anzahl an Startups sehen wir als Ursache für die große Spreizung in der Vergütungsstruktur des CTO."

Tim Böger, Compensation Partner: Ein IT-Leiter bezieht hohe Gehälter, der Chief Technical Officer toppt diesen noch.
Tim Böger, Compensation Partner: Ein IT-Leiter bezieht hohe Gehälter, der Chief Technical Officer toppt diesen noch.
Foto: Personalmarkt

IT-Leiter, die im Gegensatz zum CTO nicht in der Geschäftsleitung angesiedelt sind, verdienen zwar auch sehr gut, aber deutlich weniger als ein Chief Technology Officer, wie die Auswertung zeigt: IT-Leiter können mit einem Jahresgehalt von durchschnittlich 113.000 Euro rechnen. Hier reichen die Angaben von 87.450 (erstes Quartil) bis 125.607 Euro (drittes Quartil).

Senior-Entwickler verdienen 55.000 Euro im Jahr

Außerdem hat sich Compensationpartner angesehen, was Softwareentwickler verdienen. Hier unterscheiden sie nach Berufserfahrung. Wer sechs bis neun Jahre Berufserfahrung mitbringt, gilt als Senior und bekommt im Schnitt 55.533 Euro pro Jahr (erstes Quartil: 47.878, drittes Quartil: 61.156 Euro).

Die jüngeren Kollegen aus der Softwareentwicklung erhalten durchschnittlich 51.500 Euro. Dass ihr erstes Quartil bei ebenfalls 44.878 Euro liegt, zeigt, dass mancher Junior so gut oder schlecht verdient wie ein Senior. Das dritte Quartil für die jungen Entwickler liegt bei 56.233 Euro.

Berufseinstieg in der IT: 48.000 Euro nach dem Studium

Für Anfänger in der IT-Branche hängt ihr Jahresgehalt stark vom Grad der formalen Bildung ab. Mit Studium können die Berufstätigen ein jährliches Durchschnittsgehalt von 48.000 Euro erwarten. Nach einer abgeschlossenen Lehre liegt das Durchschnittsgehalt mit 31.000 Euro pro Jahr deutlich niedriger.

Trainees sind in der IT-Branche selten, berichtet jedenfalls Compensation Partner. Meist stiegen die jungen Leute direkt in den Job ein. Tim Böger, Geschäftsführer des Marktforschers, kommentiert: "Für Berufseinsteiger ist es ratsam, sich neben dem Studium über eigene Projekte zu qualifizieren, um aktuelle Trends und technische Innovationen zu verfolgen."

Gehaltscheck: Testen Sie Ihren Marktwert!

Manager, die sich selbst an einer Gehaltsstudie beteiligen wollen, sind zur Teilnahme an einer Studie von Compensation Partner und der Computerwoche eingeladen.

Hier gehts zur Online-Befragung: http://www.computerwoche.de/verguetungsstudie

Die Gehaltsdaten werden sicher verschlüsselt über einen Online-Fragebogen erhoben.

  • Einzelpersonen erhalten direkt nach der Befragung einen kostenlosen Gehalts-Check.

  • Unternehmen, die sich an der Erhebung mit mehr als zehn Datensätzen beteiligen, erhalten eine grafische Darstellung ihrer Vergütungssituation im Vergleich zum marktüblichen Niveau.

Die Ergebnisse der Umfrage erscheinen im Herbst als umfangreiche Studie.