In der Frachtsparte

Fehlerhaftes IT-System bringt Post in Bredouille

29. Oktober 2015
Ein Fehlgriff beim neuen Computersystem droht die Deutsche Post im Frachtgeschäft um Jahre zurückzuwerfen.

Nachdem der Konzern am Mittwochabend überraschend das Gewinnziel für 2015 zusammenstrich (PDF-Link), soll nun ein alternatives IT-System erprobt und aufgebaut werden. "Das dauert aber ein paar Jahre", sagte Finanzvorstand Larry Rosen am Donnerstag in einer Telefonkonferenz. So soll neben dem derzeitigen System "New Forwarding Environment" (NFE), das Rosen als fehleranfällig beschrieb, parallel an neuen IT-Lösungen gearbeitet werden. NFE basiert auf Software von SAP und wurde mit IBM Global Business Services als Implementierungspartner umgesetzt.

Flaggen vor der Konzernzentrale der Deutsche Post DHL
Flaggen vor der Konzernzentrale der Deutsche Post DHL
Foto: Deutsche Post DHL

Zuvor hatte das Unternehmen eine Absenkung seiner Gewinnziele für das laufende Geschäftsjahr angekündigt. Durch Abschreibungen auf Investitionen für das neue Computersystem in Höhe von 354 Millionen Euro und weitere Einmalbelastungen aus anderen Sparten von 200 Millionen Euro senkte der Vorstand die Prognose für das Ergebnis vor Zinsen und Steuern auf 2,4 Milliarden Euro. Rosen zeigte sich aber optimistisch, dass die PostPost ihre mittelfristigen Erwartungen halten kann. "Wir werden schon 2016 eine großen Schwung im operativen Bereich sehen", sagte er. (dpa/tc) Top-500-Firmenprofil für Deutsche Post AG

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Kommentare zum Artikel

Heinrich61

Und Herr Rosen ist schon jahrelang im Vorstand auch für die IT verantwortlich. Und hat sie in diesen Jahren mit einem starken Sparkurs belegt. Jedenfalls ist er für jede Entwicklung verantwortlich.

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