Wertbeitrag der Unternehmens-IT ist häufig unklar

Firmen beklagen sich über fehlende Transparenz

18. März 2005
Von Tanja Wolff
Das operative Management ist häufig unzufrieden mit der IT-Transparenz in ihrem Unternehmen. Der Studie der Unternehmensberatung Detecon International zufolge ist bei 65 Prozent der Firmen nicht nachvollziehbar, welchen Wertbeitrag die IT liefert. Dieses Problem fällt, nach Ansicht der Befragten, in das Aufgabengebiet der CIOs.

Das Studienergebnis zeigt, dass Transparenz im IT-Bereich zweifelsfrei als wichtig eingestuft wird. Ein Wertbeitrag lasse sich nur dann messen, wenn die Abläufe auch für die Verantwortlichen der Fachbereiche nachvollziehbar sind. Dies gilt gleichermaßen aus der Gesamtsicht aller Management-Gruppen wie auch aus der Sicht der einzelnen Gruppen. Je höher die Management-Ebene, desto wichtiger wird die IT-Transparenz eingeschätzt.

Unternehmen wünschen sich eine transparentere IT
Unternehmen wünschen sich eine transparentere IT

Laut der Umfrage gehört das Herstellen dieser zu den Führungsaufgaben. Festzustellen ist, dass die Wichtigkeit seitens des IT-Managements durchweg höher empfunden wird als vom Business-Management. Hier spielen einerseits die primären Aufgabenstellungen der verschiedenen Management-Gruppen eine Rolle, andererseits wurde zumindest in der Vergangenheit IT vom Business-Management als bloße Unterstützungsfunktion gesehen. Durchschnittlich am wenigsten zufrieden ist die Gruppe Mittleres-Business-Management.

Von Interesse sind für die Befragten in erster Linie Informationen über die verschiedenen IT-Anwendungen. Die Transparenz von technischen Aspekten stufen die meisten als weniger wichtig ein.

Mittel und Wege Transparenz zu erreichen, hängen von den verschiedenen Unternehmen ab. Ein klassisches Instrument, um die Leistungen der IT-Abteilung für die Fachabteilungen nachvollziehbar zu machen, sind Produkt- und Leistungskataloge. Mehr als zwei Drittel der befragten Unternehmen gaben an, diese zu besitzen. Nur in etwa der Hälfte der Fälle sind dort jedoch die IT-Prozesse vollständig erfasst.

Produkt-/Projektkatalog
Produkt-/Projektkatalog

An der nicht repräsentativen Umfrage beteiligten sich zwanzig Unternehmen. Dazu zählten kleinere Firmen mit wenigen Spezialisten und auch Großunternehmen mit über 1.500 IT-Beschäftigten teil.

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