Auf $5,1 Mrd. Schadenersatz

HP verklagt Ex-Autonomy-Manager nach Übernahme-Flop

01. April 2015
Hewlett-Packard will den Streit um den Kauf des britischen Software-Herstellers Autonomy vor Gericht bringen.

Der Konzern aus Palo Alto hat zwei frühere Spitzenmanager der Firma auf Schadenersatz in Höhe von 5,1 Milliarden Dollar (umgerechnet 4,7 Milliarden Euro) verklagt, wie eine Sprecherin am Dienstag bestätigte. HPHP wirft der ehemaligen Autonomy-Führung vor, den finanziellen Zustand des Unternehmens vor der Übernahme in betrügerischer Weise geschönt zu haben. Alles zu HP auf CIO.de

Die Klage richtet sich laut "Re/code" gegen den Autonomy-Mitgründer Mike Lynch und Sushovan Hussain, den Ex-Finanzchef der Firma. Die beiden streiten die Vorwürfe ab und kündigten in einer Erklärung ihrerseits rechtliche Schritte gegen HP an. Lynch und Hussain fordern ebenfalls Schadensersatz und zwar in Höhe von mehr als 100 Millionen Pfund (138 Millionen Euro). Sie beschuldigen HP, eine Verleumdungskampagne zu führen.

2011 hatte der damalige HP-Chef Léo Apotheker den mehr als elf Milliarden Dollar schweren Deal eingefädelt. Wenig später musste der Manager, der zuvor den deutschen SAP-Konzern gelenkt hatte, HP schon wieder verlassen. Seine Nachfolgerin Meg Whitman schrieb 2012 kurz nach ihrem Amtsantritt 8,8 Milliarden Dollar wegen des Zukaufs ab. Fünf Milliarden davon sollen frisierter Buchhaltung geschuldet gewesen sein. (dpa/tc)

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