Cyberkriminalität

Innenminister haben Internetkriminalität im Visier

05. Dezember 2013
Die Innenminister wollen den Kampf gegen Internetkriminalität stärken. Die Sicherheitsbehörden werden ihre Ressourcen in diesen Bereichen in den nächsten Jahren ausbauen, kündigte der Vorsitzende der Innenministerkonferenz von Bund und Ländern (IMK), Boris Pistorius, am Donnerstag an.

Gleichwohl gelte, dass sich auch jeder Bürger Gedanken über die Sicherheit auf seinem Computer machen müsse. "Am Ende kann den Schaden auf dem Rechner zu Hause oder im Unternehmen präventiv nur derjenige verhindern, dem er gehört", sagte der niedersächsische SPD-Politiker am Rande der Innenministerkonferenz in Osnabrück.

Studien zeigten, dass die Anzahl der Cyberkriminalitätsfälle wachse. Auch deshalb sei eine zentrale Erfassungsstelle für Internet-Straftaten, wie im Berliner Koalitionsvertrag vereinbart, wichtig. Notwendig sei aber auch eine immer bessere internationale Vernetzung der Behörden.

Zentral sei die Prävention, und da müsse jeder Nutzer bei sich selber anfangen, verlangte Pistorius. "Keiner lässt sein Auto unabgeschlossen stehen, aber bei den meisten von uns sind der Computer und damit auch die persönlichen Daten ungeschützt." An Virenschutzprogrammen oder wirksamen Passwörtern fehle es oft. "Man kann sich durch relativ simple Maßnahmen schützen, und jeder einzelne sollte das auch tun." (dpa/rs)

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