Strategien


Digitalisierungsprojekt bei Thomas Pink

IoT-Lösung soll Ladengeschäfte effizienter machen

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der britische Modehändler Thomas Pink testet in einem Pilotprojekt, wie mit Hilfe von IoT-Lösungen die Vorteile der Online-Welt in die Ladengeschäfte gebracht werden können.
Thomas Pink in London
Thomas Pink in London
Foto: Thomas Pink

Auch wenn der Online-HandelOnline-Handel nach wie vor auf dem Vormarsch ist, haben klassische Ladengeschäfte durchaus ihre Existenzberechtigung, etwa weil sie ein besonderes Einkaufserlebnis, eine Test- oder Anprobemöglichkeit der Waren oder eine bessere Beratung bieten. Umso besser, wenn man die Vorteile aus beiden Welten mit Hilfe einer IoT-Plattform kombinieren kann. Dieses Kunststück versucht der britische Hersteller und Händler von exklusiver Herrenoberbekleidung Thomas Pink derzeit in einem Pilotprojekt. Top-Firmen der Branche Handel

Als Teil seiner Digitalisierungs-Strategie installierte Thomas Pink in seiner US-Filiale an der New Yorker Wall Street die IoT-Plattform Digital Store von Acuitas Digital, einem Zusammenschluss von BT (Cloud, Vernetzung und Support), Intel (Responsive Retail Sensor), RetailNext (In-Store Analytics), NexGen Packaging (RFID Tags), SATO Global Solutions (Software) und Valmarc (Security).

Die Lösung soll es dem Einzelhändler, Waren- und Besucherströme erlauben, rund um den Laden in Echtzeit zu erfassen und dank Big-Data-Analyse das Kaufverhalten vorherzusagen. Außerdem bietet sie die Basis für ein modernes, interaktives Shopping-Erlebnis. Thomas Pink hofft, auf diese Weise seinen Kundenservice stärker zu personalisieren, die Ladengestaltung zu verbessern und die Arbeitsabläufe seiner Mitarbeiter vereinfachen. Außerdem sollen natürlich über die Lösung die Kosten sinken und der Umsatz ansteigen.

Inventar-Erfassung in Echtzeit

Zum Einsatz kommen unter anderem IoT-Multi-Sensoren, um den gesamten Laden in Echtzeit zu scannen. Außerdem kann das Inventar der Filiale mit Hilfe von RFID-Tags jederzeit zu nahezu 100 Prozent erfasst werden, was beispielsweise die Notwendigkeit von zeitintensiven, manuellen Inventuren verringert. Auch falsch einsortierte Kleidungsstücke können auf diese Weise einfach wiedergefunden werden.

Mit diesem neuen, IoT-basierten Ansatz zur DigitalisierungDigitalisierung des Warenbestands verschwinden auch die Einschränkungen von klassischen RFID-Systemen, die ein tägliches oder wöchentliches Scannen des Ladens von Hand erforderten. Manuelles Scannen kann fehleranfällig, zeitaufwendig und vor allem von begrenztem Wert für Einzelhändler sein, die interaktive Kundenerfahrungen im Geschäft bieten wollen oder eine Analyse in Echtzeit wollen. Alles zu Digitalisierung auf CIO.de

Kundenverhalten im Visier

Außerdem kann Thomas Pink mit Hilfe der Video-Sensoren das Verhalten seiner Kunden im Laden besser verstehen. Der Retailer erhält einen detaillierten Einblick darüber, was seine Kunden kaufen, wer welche Bereiche im Geschäft ansteuert, ob Merchandising-Aktionen funktionieren und wie die Shops allgemein abschneiden.

"Die Lösung von Acuitas Digital bringt uns Einblicke um sicherzustellen, dass immer wir die richtigen Produkte zur richtigen Zeit am richtigen Ort haben", erklärt Alex Field, Marketing Director bei Thomas Pink. "Dies ist von grundliegender Bedeutung, um unsere Kunden zufriedenzustellen und großartige neue digitale Erfahrungen in den Laden zu bringen."

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Branche: Handel

Thema: Digitalisierung

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