Gartner-Empfehlung

iPad im Unternehmen: Je später, desto teurer

15. Dezember 2010
Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
CEO und CIO müssen jetzt gemeinsam den Einsatz von Tablet-PCs im Unternehmen vorbereiten. Wer zögert, für den wird es laut Gartner später richtig teuer.
Das iPad ist aus Sicht von Gartner-Vize Stephen Prentice ein Sonderfall: Ausnahmsweise müsse sich der CEO in die Entscheidung über technische Neuerungen einmischen, meint der Marktbeobachter.
Das iPad ist aus Sicht von Gartner-Vize Stephen Prentice ein Sonderfall: Ausnahmsweise müsse sich der CEO in die Entscheidung über technische Neuerungen einmischen, meint der Marktbeobachter.
Foto: Apple

"Es ist eigentlich nicht die Aufgabe der Geschäftsführer, sich in die Entscheidungen über technische Gerätschaften einzumischen", meint Gartner-Vizepräsident Stephen Prentice über die ungewöhnliche Empfehlung seines Hauses an die CEOs. "Aber das iPad ist auch eine Ausnahme. Es ist nicht einfach nur ein neues Spielzeug." Daher sollten CEOs und CIOs dringend in einen Dialog über die Anwendungsmöglichkeiten der Tablet-PCs treten, sofern sie es nicht schon längst getan haben.

Der Vorhersage von Gartner zufolge wird noch in diesem Jahr die Zahl der weltweit an Endkunden verkauften Tablet-PCs 19,5 Millionen Einheiten erreichen; das meiste davon entfällt aufs iPadiPad. Schon 2011 werde diese Zahl auf 54,8 Millionen Einheiten steigen, ein sattes Plus von 181 Prozent im Vergleich zu 2010. Und 2014, so die Prognose, werden es dann schon 208 Millionen verkaufte Einheiten sein. Alles zu iPad auf CIO.de

Für Nutzer, die das iPad mit zur Arbeit bringen, empfiehlt Gartner mindestens ein rudimentären Support für eine limitierte Anzahl von Anwendern. Ab 2011 aber sollte die IT-Abteilung einen umfassenden Service für Tablet-PCs ins Auge fassen.

"Die Mitarbeiter werden sich diese Geräte kaufen und ins Büro mitbringen, also müssen Unternehmen sich darauf vorbereiten, sie zu supporten", fordert Prentice. Auch wenn sich die IT-Abteilung ausschließlich als Windows-Domäne verstünde und sich AppleApple zudem aus der Unterstützung von Unternehmen vornehm heraushalte, bringe diese Neuausrichtung einen Nutzen: Wer seinen Mitarbeitern die schicken neuen Geräte bieten könnte, sorgen für größere Beharrlichkeit des bestehenden Personals und gewinne leicht neues. Alles zu Apple auf CIO.de

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