Rechnungen weiter per Post

Lieferanten verweigern E-Invoicing

26. November 2009
Von Nicolas Zeitler
Elektronische Rechnungen setzen sich nur langsam durch. Jedes vierte Unternehmen beklagt, Lieferanten wollten Papierrechnungen bisher nicht abschaffen.

Die meisten Rechnungen gehen noch immer in Papierform bei Firmen ein. Das hat Itella ermittelt, ein Anbieter von Dokumentenlogistik. Auf der DMS Expo in Köln ließ das Unternehmen 69 Vertreter großer Firmen befragen - also in einem Umfeld, in dem man vornehmlich Befürworter von elektronischer Dokumenten-Verarbeitung antreffen sollte.

Am häufigsten sagen Vertreter großer Firmen, der Einsatz elektronischer Rechnungen scheitere an ihren Lieferanten.
Am häufigsten sagen Vertreter großer Firmen, der Einsatz elektronischer Rechnungen scheitere an ihren Lieferanten.
Foto: itella

Doch auch von ihnen erhält nur jeder Dritte mehr als zehn Prozent der eingehenden Rechnungen in elektronischer Form. Dieser Wert ist Itella zufolge gegenüber der Verbreitung elektronischer Rechnungen in deutschen Firmen insgesamt zwar weit überdurchschnittlich. Dennoch spricht er nicht dafür, dass E-Invoicing viele Anhänger hat.

Als Grund für den geringen Anteil elektronischer Rechnungen gaben zwölf Befragte technische Hürden an. Häufiger hörten die Itella-Vertreter bei ihrer Umfrage allerdings, das Problem liege bei den Lieferanten. So gaben 18 Befragte an, die Zulieferer seien nicht bereit oder in der Lage, auf elektronischem Weg Rechnungen zu stellen.

Die Hälfte der Firmenvertreter hat ein E-Procurement-System im Einsatz. Obwohl dadurch eine Verbindung technisch möglich wäre, sind bei den meisten die Finanzprozesse noch immer strikt vom Einkauf getrennt.