Rasanter technischer Fortschritt

„Man verpasst nichts“

01. Mai 2006

Welch ein Feuerwerk an neuen technologischen Möglichkeiten – und ein Ende ist nicht abzusehen. CIOs quälen sich gerade noch damit, unter Kostendruck die technischen Neuerungen der 90er Jahre in sinnvolle integrierte IT-Plattformen umzusetzen, aber eigentlich ist alles schon wieder ein alter Hut.

Jetzt ist SOA (Service-orientierte Architektur) angesagt. Und was machen die Anwender? Sie leben noch in den 80er-Jahren und versuchen noch immer, den Nutzen von SAP- oder Oracle-Systemen von 20 bis 30 Prozent auf 70 bis 80 Prozent zu steigern. Außerdem setzen sie sich weiterhin mit mySAP auseinander.

Da ist guter Rat teuer! Welcher technische Fortschritt ist sinnvoll und bringt Nutzen für Unternehmen und Anwender? Und was kostet das Ganze, wenn es den Nutzen bringen soll, den uns die Hersteller verheißen? Rat bei Herstellern zu suchen ist. wie den Frosch zu fragen, ob man den Teich trockenlegen soll. Nur: Wer in der teuer erkauften Beraterzunft ist in der Lage, sinnvolle Hilfe zu leisten? Auch dort fehlt jegliche Erfahrung.

Da kann ich nur raten, sich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen und nicht jeder technischen Neuerung hinterherzulaufen. Man verpasst nichts. Besser ist es, erst einmal auf internationale Standards zu warten und zu verfolgen, ob Softwarehersteller sinnvolle Lösungen liefern.

Gisela Wörner, Ex-CIO von E.ON
Gisela Wörner, Ex-CIO von E.ON

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