Grenzen in Sicht

Marktforscher senkt Tablet-Prognose

30. August 2013
Der Tablet-Boom schien kaum aufzuhalten, doch bald wird er laut Marktforschern durch neue Geräteklassen wie Uhren und Brillen gebremst. Düster ist ihre Prognose für den schrumpfenden PC-Markt: Die Talsohle sei noch nicht erreicht.

Drei Jahre nach dem Erfolg des iPadiPad sehen Marktforscher Grenzen für das Wachstum des Tablet-Marktes aufkommen. Die Analysten der Firma IDC trimmten leicht ihre Prognose für den Absatz in diesem Jahr. Sie sehen stärkere Konkurrenz für die TabletsTablets durch SmartphonesSmartphones mit einem großen Bildschirmen. Außerdem lenkten Verbraucher in Erwartung der Produktkategorie kleiner tragbarer Geräte wie Computer-Uhren oder Daten-Brillen ihre Ausgaben ab. Zugleich sagen die Experten dem PC-Markt einen weiteren Schrumpfkurs voraus. Alles zu iPad auf CIO.de Alles zu Smartphones auf CIO.de Alles zu Tablets auf CIO.de

IDC erwartet nun den Absatz von 227,4 Millionen Tablet-Computern in diesem Jahr. Die bisherige Prognose lag bei 229,3 Millionen Geräten. Es ist ein kleiner Unterschied, und auch mit der neuen Schätzung wäre der Markt immer noch fast 58 Prozent größer als 2012 – aber bisher wurden die Prognosen eher nach oben korrigiert oder übertroffen. Zum Jahr 2017 rechnet IDC mit dem Verkauf von 407 Millionen Tablet-Computern.

Damit werden die Tablets dann den klassischen PC nach Einschätzung der Marktforscher weit überholt haben. Sie rechnen für 2017 mit dem Verkauf von 319,8 Millionen Notebooks und Desktop-Rechner. Im vergangenen Jahr waren es noch gut 349 Millionen, in diesem Jahr dürfte der Absatz auf rund 315 Millionen Geräte einbrechen. Für 2014 rechnet IDC noch mit einem weiteren Rückgang um zwei Prozent, bis sich der Markt 2015 fängt. Er werde aber nie wieder die Größe von 2011 erreichen. (dpa/tö)

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