Fast drei Millionen WM-Tickets für 200 Millionen Euro

Mit RFID-Tags gegen das Chaos

02. Mai 2006
Von Tanja Wolff
Die Eintrittskarten für die Fußball-WM sind verteilt. Obwohl im Vorfeld viel über das Verfahren der Ticketvergabe diskutiert wurde, sind jetzt zumindest alle glücklich, die eine Karte bekommen haben. Noch glücklicher über den bisher reibungslosen Ablauf scheint der Ticket-Dienstleister CTS Eventim AG zu sein. Er war von der FIFA und ihrem Organisationskomitee (OK) damit beauftragt worden den Verkauf der rund drei Millionen Tickets abzuwickeln. Zum ersten Mal wurde dabei die RFID-Technologie bei einer Weltmeisterschaft eingesetzt.

CTS gehört zu den großen Ticket-Vermarktern für Konzert-, Theater- und Sportveranstaltungen. Laut dem CTS-Vorstandsvorsitzenden Klaus-Peter Schulenberg hat das Unternehmen im Vorfeld der WM bereits Erfahrungen bei Großveranstaltungen wie Formel 1-Rennen, Fußball-Länderspielen und Spielen der Bundesliga gesammelt.

Zur technischen Bewältigung hat sich die CTS Eventim AG im Sommer 2001 die ehemalige Showsoft GmbH mit an Bord geholt. Durch die strategische Eingliederung in die Eventim-Gruppe hat sich die Showsoft GmbH zum technologischen Kompetenzzentrum des Unternehmens entwickelt und heißt seit August 2005 CTS Eventim Solutions GmbH.

Die Tochterfirma hat fast 50 Mitarbeiter in den Bereichen Entwicklung und Consulting/Support. Sie setzt komplexe IT-Projekte inklusive Payment-Lösungen und Zusatzkontrollsysteme um.

Selbstverständlich musste sich die CTS AG für das Großereignis Fußball-WM auch technisch rüsten. Dafür wurden die Produkte eventim.net und eventim.citp (Internet-Ticketing) auf die speziellen Anforderungen hin weiterentwickelt und angepasst. Über Details wollte das Unternehmen keine Angaben machen.