Weltweit bis zu 15.000 Arbeitsplätze bedroht

Nokia streicht tausende Jobs nach Übernahme von Alcatel-Lucent

06. April 2016
Der Telekom-Ausrüster Nokia setzt nach der Übernahme des Konkurrenten Alcatel-Lucent ein massives Sparprogramm mit dem Abbau tausender Arbeitsplätze in Gang.
Um gegenüber Huawei, Ericsson & Co. wettbewerbsfähig zu bleiben, will Nokia bis zu 15.000 Stellen streichen.
Um gegenüber Huawei, Ericsson & Co. wettbewerbsfähig zu bleiben, will Nokia bis zu 15.000 Stellen streichen.
Foto: Nokia

In Deutschland sollen bis 2018 rund 1400 Jobs gestrichen werden und in Finnland 1300 Stellen, wie Nokia am Mittwoch mitteilte. Die Betriebskosten sollen bis Ende 2018 um 900 Millionen Euro gedrückt werden. Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg sollen weltweit bis zu 14 Prozent der 104.000 Köpfe starken Belegschaft entlassen, also zirka 10.000 bis 15.000 Arbeitsplätze abgebaut werden.

In Deutschland werde sich der Stellenabbau voraussichtlich auf alle Standorte auswirken, hieß es. Das Land solle aber ein zentraler Forschungs- und Entwicklungsstandort für Nokia bleiben. Der Schwerpunkt solle auf Zukunftstechnologien wie die nächste Datenfunk-Generation 5G oder die Vernetzung von Maschinen und Alltagstechnik im Internet der Dinge liegen. Außerdem werde Nokia hierzulande weiterhin Lösungen für den schnellen optischen Datentransport sowie Sicherheitslösungen entwickeln. Rund 1250 Jobs sollen bereits bis Ende 2017 gestrichen werden. (dpa/mb)

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